ZSC Lions: Wenn selbst der Gefeierte Lukas Flüeler überrascht ist

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National LeagueWenn selbst der Gefeierte überrascht ist und ein neuer Trainer, der nicht siegt

Die ZSC Lions verabschiedeten ihren vierfachen Meistergoalie und bescherten ihm viel Freude. Wenig Freude bekundet dagegen bisher Toni Söderholm. 

von
Adrian Hunziker
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Ex-ZSC-Goalie Lukas Flüeler freut sich mit Chris Baltisberger. 

Ex-ZSC-Goalie Lukas Flüeler freut sich mit Chris Baltisberger. 

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Der vierfache Schweizer Meister wurde am Samstag von seinem Club geehrt. 

Der vierfache Schweizer Meister wurde am Samstag von seinem Club geehrt. 

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Flüeler wurde mit seinem eigenen Banner überrascht. 

Flüeler wurde mit seinem eigenen Banner überrascht. 

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Darum gehts

  • Die ZSC Lions überraschen ihren Ex-Goalie Lukas Flüeler mit einem Banner. 

  • Der SCB kommt auch mit neuem Trainer nicht in Fahrt. 

  • Der Klotener Arttu Ruotsalainen zeigt das Spiel seines Lebens. 

Damit hatte er nicht gerechnet, umso glücklicher war Lukas Flüeler, als er nicht nur geehrt wurde, sondern sein Banner unter das Hallendach der Swiss Life Arena gehievt wurde. «Seine» Lions gewannen danach auch die Partie gegen den HCD. Derweil wartet der neue SCB-Trainer Toni Söderholm noch auf seinen ersten Sieg – das und anderes gab an diesem National-League-Wochenende zu reden. 

Flüeler fand die Aktion «cool»

Dass er am Samstag in der neuen Swiss Life Arena geehrt würde, das war Ex-ZSC-Goalie Lukas Flüeler vor der Partie gegen den HC Davos klar. Dass aber sein Banner mit der Nummer 30 unters Hallendach gezogen wird, das war dem vierfachen Meistergoalie nicht bewusst – er war überrascht und freute sich sichtlich. «Wir standen unten beim Törchen, das aufs Eis führt, als mir Peter Zahner den Ablaufplan der Zeremonie zeigte. Und da stand: ‹Banner wird hochzogen.› Ich dachte: ‹Wow, so cool!›», sagte er dem «Tages Anzeiger». Er klatschte sich mit seinen Ex-Kollegen ab und genoss die Zeremonie gemeinsam mit seiner Frau. Nun hängt Flüelers Banner weit oben, zusammen mit den anderen ZSC-Legenden Mathias Seger und Ari Sulander. 

Flüelers Ex-Kollegen legten zu Ehren ihres ehemaligen Goalies einen starken Start hin, der ZSC führte nach zwei Dritteln 3:0. Die Bündner kamen aber nochmals heran und glichen 15 Sekunden vor Spielende aus. Die Lions sicherten sich den Zusatzpunkt aber noch im Penaltyschiessen – ein versöhnlicher Abschluss für Flüeler. 

Neuer SCB-Coach noch sieglos

Vor der Nati-Pause entschied sich der SC Bern, sich von seinem Trainer Johan Lundskog zu trennen. Am letzten Mittwoch gaben die Berner bekannt, dass der deutsche Nationaltrainer Toni Söderholm beim SCB übernimmt. Am Wochenende bestritt der Finne mit seinem Team die ersten zwei Spiele – und verlor gleich zweimal. Gut, der 44-Jährige hatte auch noch nicht viel Zeit, mit der Mannschaft zu arbeiten, aber den Einstieg hat er sich sicher anders vorgestellt. Am Samstag verloren die Mutzen zuhause das Zähringer Derby gegen Fribourg 1:3 und am Sonntag gab es im Tessin eine 1:5-Packung gegen Lugano. Dabei erzielten die Berner durch Sven Bärtschi noch die Führung, danach ging es steil bergab. 

Der SCB sucht also weiterhin seine Form, gut möglich, dass Lugano diese nun gefunden hat. Der HCL hat die letzten drei Spiele gewonnen und schielt vom elften Tabellenplatz nach oben. Kantonsrivale Ambri ist nur zwei Plätze entfernt, hat zwei Spiele mehr absolviert, aber nur drei Punkte Vorsprung. Am Dienstag sind die SCL Tigers zu Gast, ein Gegner in Reichweite für die Luganesi. 

One-Man-Show von Ruotsalainen

Was war das für ein Spiel für den 25-Jährigen! Arttu Ruotsalainen schoss am Samstag Biel im Alleingang ab. Der Finne nahm das Spieldiktat nach dem 0:1 durch Damien Brunner (12.) in die Hand. «Wir waren im ersten Drittel nicht gut genug», sagte er lapidar. Im zweiten Abschnitt erzielte Ruotsalainen das 1:1, das 2:1 und das 3:1 – innert nur 13 Minuten. Und als wäre das nicht genug, machte der Finne mit dem 5:2 im Powerplay in der 45. Minute den Sack zu. 

Diese Parforce-Leistung ist nicht nur wegen der vier Tore erwähnenswert. Sie ist umso spezieller, wenn man weiss, dass Ruotsalainen zuvor in 20 Liga-Spielen in dieser Saison gerade mal zwei Treffer erzielt hatte. «Es wurde ein grosser Sieg, wir holten wichtige Punkte. Wir kämpften besser vor den beiden Toren, Zurkirchen hielt stark», bilanzierte Ruotsalainen nach dem siebten Heimsieg in Serie auf der Klotener Website. 

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