Champions-League-Showdown: «Wenn sie uns unterschätzen ...»
Aktualisiert

Champions-League-Showdown«Wenn sie uns unterschätzen ...»

Jeder Fussballer träumt davon, einmal im Old Trafford zu spielen. Für einige Professionals geht dieser Traum heute in Erfüllung. Wohl auch für Alex Frei.

von
Eva Tedesco
Manchester

Es war Montagabend nach 18 Uhr, als Alex Frei nach der offiziellen Pressekonferenz erstmals den Rasen im Old Trafford betrat. Obwohl der ehemalige Dortmunder drei Jahre lang in der Bundesliga fast jedes zweite Wochenende vor 80 000 Fans spielte und die gelbe Wand der BVB-Fans legendär ist, zeigte auch er sich beeindruckt vom «Theater der Träume»: «Das Stadion ist ähnlich wie das in Dortmund. Aber es ist schon leer beeindruckend.»

Die Freude der Mannschaft sei riesig, «in einem Stadion spielen zu dürfen, das so viel Tradition und Geschichte hat». Allerdings brauche es «ein halbes Wunder, wenn nicht ein ganzes, um hier etwas zu holen», so der letztjährige Torschützenkönig der Super League. «Wir zählen ein bisschen darauf, dass uns ManU unterschätzt, uns auf die leichte Schulter nimmt. Und wenn das der Fall sein sollte, dann werden wir zuschlagen. Aber es braucht schon eine ausserordentliche Leistung, um in Manchester zu punkten.»

Frei will noch nach Barcelona und Madrid

Den Stellenwert, den diese heutige Partie einnimmt, bezeichnet sogar ein Routinier wie Frei mit sehr hoch. Gerade diese Champions-League-Abende mit dem FCB seien ein Hauptbeweggrund gewesen, 2009 in die Schweiz und zum FC Basel zurückzukehren. Jetzt ist es Manchester, letztes Jahr seien es Rom und die Bayern gewesen. Zudem warte in diesem Jahr mit Benfica Lissabon ein weiterer Traditionsverein auf die Rotblauen. Das sind alles tolle Stadien und tolle Erlebnisse. «Ich glaube, ich muss meine Karriere um vier, fünf oder sechs Jahre verlängern, dass es dann vielleicht auch noch möglich wäre, in Barcelona und Madrid zu spielen. Und dann hätte ich viele, viele schöne Stadien in meiner Karriere gesehen.»

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