Aktualisiert 19.03.2016 18:40

Gute-Laune-BoosterWer anderen hilft, ist weniger gestresst

Wer nett zu anderen Menschen ist, sammelt nicht nur Karma-Punkte. Er tut auch sich selbst etwas Gutes.

von
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Stress kann kurzfristig durchaus sinnvoll sein. Aber hält er zu lange an, werden gesundheitliche Probleme immer wahrscheinlicher. Die Folgen reichen von Rückenschmerzen über Schlafstörungen bis hin zum Bettnässen. Ist der Stress chronisch, kann es zudem zu Gefässverengungen, lahmen Spermien und Depressionen kommen. Deshalb sollte es das Anliegen eines jeden Menschen sein, etwas dagegen zu unternehmen.

Wie das geht, verraten Psychologinnen der Yale University im US-Bundesstaat Connecticut im Fachjournal «Clinical Psychological Science»: Man muss nur anderen helfen. Laut Emily Ansell und ihren Kollegen mildert sogenanntes prosoziales Verhalten die Folgen von Belastungen und hilft, Stress abzubauen.

Helfen lohnt sich

Das Ergebnis der Studie, an der insgesamt 77 gesunde Männer und Frauen teilgenommen haben, ist gemäss den Forschern eindeutig: Hilfsbereitschaft zahlt sich aus. Eine hohe Zahl guter Taten sorgt dafür, dass die Wirkung negativer Emotionen abgemildert wird. Wer sich hingegen nur auf sich selbst konzentriert, ist öfter schlecht gestimmt.

Die Psychologen gehen davon aus, dass sich die Helfenden während des Helfens für eine Weile von sich selbst ablenken und so ihr System herunterfahren. Zudem werde durch die selbstlose Unterstützung Nähe zu anderen Menschen geschaffen. Die dabei ausgeschütteten Hormone könnten sich günstig auf die Stressreaktion des Körpers auswirken.

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