Aktualisiert 23.04.2014 08:01

ESC-WettquotenWer auf Sebalter setzt, könnte reich werden

Geht es nach den Einschätzungen der Wettbüros, so wird der Schweizer Beitrag am ESC den drittletzten Platz belegen.

von
lme

In den letzten Jahren wiederholte sich das Schweizer Fiasko am European Song Contest. Bei Sätzen wie «Switzerland zero points» zuckt heute noch jeder ehrenhafte Eidgenosse zusammen. Trotzdem wagt sich auch dieses Jahr ein furchtloser Mann in die Höhle des Löwen. Sebalter heisst der Kämpfer für die Schweizer Ehre. Am 1. Februar gewann der 28-jährige Tessiner die Schweizer Vorausscheidung im Tessin und darf darum nach Kopenhagen fahren. Sein Song «Hunter of Stars» ist ein lüpfiger Track, der mit seiner Instrumentierung (Geige, Banjo) einen aktuellen Trend aufgreift – denn Folk ist gerade schwer hip. Band wie The Lumnieers oder Mumford and Sons bewegen sich höchst erfolgreich in diesem Genre.

Wettbüros glauben nicht an Sebalter

Man wünscht sich, dass Sebalter dieses Jahr erfolgreicher abschneiden möge als seine Vorgänger. Wirft man jedoch einen Blick in die Analysen der Wettbüros, dann schwant einem Übles. Die Seite oddschecker.com sammelte die Wettquoten der bekanntesten Online-Wettbüros. Ergebnis: Sebalter ist chancenlos. Seine Quoten bewegen sich, je nach Anbieter, zwischen 100 und 250. Soll heissen: Setzen Sie heute beim Wettanbieter bwin.com 100 Franken auf den Sieg von Sebalter in Kopenhagen gewinnen Sie sage und schreibe 10'000 Franken. Noch besser fürs Portemonnaie (aber schlechter für Sebalter) sieht es auf betfred.com aus. Beim gleichen Einsatz klingelts richtig in der Kasse. Die Wettquote 250 beschert einen Gewinn von saftigen 25'000 Franken. So verlockend diese Rechnung auch klingt: Die unglaublichen Wettquoten sagen schlussendlich nichts anderes, als dass Sebalter früh aus dem Wettbewerb ausscheidet. Deswegen wird er uns auch nicht reich machen. Denn dafür müsste er den ESC 2014 gewinnen. Und dafür müsste erst ein Wunder geschehen.

Der ESC-Blog prinz-esc.de will schon die ersten drei Plätze kennen.

1. Platz: Armenien mit Aram MP3 – Not Alone

2. Platz: Schweden mit Sanna Nielson – Undo

3. Platz: Norwegen mit Carl Espen – Silent Storm

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