Aktualisiert 15.02.2017 19:50

Betrugsmasche

Wer bei einem Anruf Ja sagt, wird reingelegt

Telefonbetrüger versuchen mit einer neuen Masche ihr Glück. Wer auf «Können Sie mich hören?» mit Ja antwortet, landet in der Falle.

von
swe
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Telefonbetrüger haben einen neuen Weg gefunden, Menschen am Telefon reinzulegen. Dabei stellen diese eine Frage, die der Angerufene mit Ja beantwortet. Diese Aufnahme wird dann mit anderen Aussagen zusammengeschnitten. So wird der Eindruck erweckt, die Person habe eine teure Bestellung aufgegeben.

Telefonbetrüger haben einen neuen Weg gefunden, Menschen am Telefon reinzulegen. Dabei stellen diese eine Frage, die der Angerufene mit Ja beantwortet. Diese Aufnahme wird dann mit anderen Aussagen zusammengeschnitten. So wird der Eindruck erweckt, die Person habe eine teure Bestellung aufgegeben.

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Die Bertrüger versuchen dann später, die Opfer zur Zahlung zu bewegen. Manchmal würden sogar Inkassobüros damit beauftragt.

Die Bertrüger versuchen dann später, die Opfer zur Zahlung zu bewegen. Manchmal würden sogar Inkassobüros damit beauftragt.

Flickr/SaschaKohlmann/CCBYSA2.0

Betrüger versuchen sich derzeit in einer hinterlistigen Form von Kundenfang. Am Telefon wird vorgegaukelt, dass die Verbindung schlecht sei, worauf die Frage folgt, ob das Gegenüber den Anrufer auch verstehe. So soll dem Angerufenen ein Ja entlockt werden, warnt der kanadische Radiosender CBC.

Diese Aufnahme wird dann mit anderen Aussagen aus dem Telefonat zusammengeschnitten und somit aus dem Kontext gerissen. Die Betrüger möchten so den Eindruck erwecken, dass die Person eine teure Bestellung aufgegeben hat. Sowohl Privatpersonen als auch Firmen sind von den vorgetäuschten Kaufverträgen betroffen. Nach den USA wird der Trick nun auch in Europa angewendet.

Ungerechtfertigte Betreibung

Mit den verfälschten Tonaufnahmen versuchen die Betrüger später, die Opfer zur Zahlung zu bewegen. Manchmal würden auch Inkassobüros beauftragt, um die angeblichen Schulden einzutreiben.

Auch ohne wirklich Schuld zu haben, kann dies die Bonität der Betroffenen – zumindest eine Weile lang – verringern. Dies führt möglicherweise zu Problemen bei der Wohnungssuche oder der Beantragung von Krediten.

Auflegen kostet Geld

Wie Heise.de berichtet, sind die Betrüger ziemlich dreist. So habe ein Deutscher einen Anruf erhalten und genervt aufgelegt. Daraufhin klingelte das Telefon erneut und der Anrufer meinte dann, er würde eine Rechnung über 125 Euro für das Auflegen des Telefons verschicken.

Angeblich sind die Telefonbetrüger gut auf ihre potenziellen Opfer vorbereitet, denn in diesem Fall nannte dieser die korrekte Adresse der Person. Rechtlich sind solche Rechnungen und auch Vertragsabschlüsse, die auf veränderten Tonaufnahmen beruhen, nicht haltbar.

Weil die Vögel es nicht von den Dächern zwitschern

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