Aktualisiert 16.02.2004 22:52

«Wer bekifft erwischt wird, wird rausgeschickt»

Basel-Stadt bezieht mit einem Cannabis-Bericht eine klare Position in der Hanfpolitik. Hans Georg Signer (52), Leiter Stab Schulen, zu den Konsequenzen in den Schulen.

Seit gestern liegt der kantonale Cannabis-Bericht vor. Was geschieht jetzt an den Basler Schulen?

Hans Georg Signer: Zuerst werden wir dieser Tage die Broschüre des Bundesamtes für Gesundheit «Schule und Cannabis» an alle Lehrer des Kantons abgeben. Sie soll als Leitfaden dienen, wie mit gefährdeten Schülern umzugehen ist.

Was heisst das für die Lehrer?

Signer: Sie können bei der Früherfassung mithelfen. Jugendliche sollen in Ausstiegsprogrammen vom Kiffen wegkommen. Die Vorgabe an die Schüler ist klar: Cannabis ist an Schulen tabu.

Ist dies in der Praxis auch durchsetzbar?

Signer: Ja, das Cannabis-Verbot ist durchsetzbar. Jetzt hat der Lehrer die Möglichkeit, klar zu unterscheiden. Cannabis-Konsum unter 16 Jahren ist völlig falsch, ab 16 Jahren sind präventiv Massnahmen zu ergreifen.

Was heisst das konkret für bekiffte Schüler?

Signer: Wer bekifft erwischt wird, wird rausgeschickt, und es werden die Eltern informiert. Je nach Alter können die Konsequenzen vom Arrest bis zum befristeten Ausschluss aus dem Unterricht gehen.

(lvi)

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