Bittere Erkenntnis: Wer Bier und Kaffee mag, dürfte ein Psychopath sein
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Bittere ErkenntnisWer Bier und Kaffee mag, dürfte ein Psychopath sein

Schwarzer Kaffee, Radieschen, Bier: Wer diese Nahrungsmittel mag, hat laut österreichischen Forschern häufig psychopathische und sadistische Züge.

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Schmeckt etwas besonders bitter, sollte man besser die Finger davon lassen. Denn die für den auffälligen Geschmack verantwortlichen Bitterstoffe könnten ein Hinweis darauf sein, dass das Produkt giftig ist. So wie etwa im Fall eines Deutschen, der nach dem Verzehr von selbst gezogenen Zucchetti verstarb.

Doch es gibt Menschen, denen kann es nicht bitter genug sein: Sie lieben schwarze Schokolade, Kaffee pur und Gin Tonic. Auch Jojoba, Radieschen und ungesüsster Kakao gehören zu ihren Favoriten. Auf Süsses und Salziges können sie hingegen gut verzichten. Warum?

Vorliebe für bitteren Geschmack und bösartige Charakterzüge

Eine Antwort darauf haben nun Forscher der Universität Innsbruck gefunden. Im Fachjournal «Appetite» berichten sie von einem starken Zusammenhang zwischen der Vorliebe für bittere Lebensmittel und dunklen Charaktereigenschaften. Demnach sind es vor allem eigennützige, eingebildete und narzisstische Personen, die es bitter mögen.

Laut dem Team um Psychologin Christina Sagioglou sind die Ergebnisse der Studie der «erste empirische Beweis, dass eine Vorliebe für bitteren Geschmack mit bösartigen Charakterzügen in Zusammenhang steht». Oder anders ausgedrückt: Eine generelle Vorliebe für bitteren Geschmack zeigte sich als verlässlicher Vorhersager für Machiavellismus (rücksichtsloses Streben nach Macht), Psychopathie (Unfähigkeit zu Empathie, Gewissen und sozialer Verantwortung), Narzissmus (überhöhter Anspruch an sich selbst, Selbstunsicherheit, Kompensation durch Grössenphantasien) und Alltagssadismus (Sadismus, der sich nicht auf das Sexualleben bezieht).

Woher der Hang zu bitteren Speisen und Getränken unter Menschen mit sadistischen und narzisstischen Zügen rührt, ist noch ungeklärt. Sagioglou und ihre Kollegen vermuten aber, dass die Betroffenen beim Genuss bitterer Produkte einen Kick erfahren, wenn sie etwas potentiell Gefährliches konsumieren. Genaueres müssen weitere Untersuchungen zeigen.

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