Nati-Held Yann Sommer – «Eines der schönsten Fussballspiele der letzten Jahre»
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Nati-Held Yann Sommer«Eines der schönsten Fussballspiele der letzten Jahre»

Am Samstag trifft die Nati auf Nordirland. Goalie Yann Sommer wird nicht mehr Captain sein, für ihn aber kein Problem. Wichtig sind die Entscheide auf dem Platz.

von
Lucas Werder

Mit diesem gehaltenen Penalty wurde Yann Sommer zum EM-Held.

SRF

Darum gehts

  • Goalie Yann Sommer konnte seine EM-Form bewahren.

  • In den letzten zwei WM-Quali-Spielen war er der Captain. Dieses Amt gibt er nun wieder ab.

  • Den Triumph gegen Frankreich an der EM bezeichnet der Goalie als «eines der schönsten Fussballspiele der vergangenen Jahre.»


Nur ein Gegentor in vier Quali-Spielen, dazu der parierte Penalty gegen Italien-Star Jorginho – Yann Sommer knöpft in der Nati nahtlos an seine überragenden EM-Leistungen an. In den Partien gegen den Europameister und in Nordirland trug der Goalie sogar die Captainbinde. Diese gibt er nun aber wieder ab.

Der 32-Jährige ist hinter Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri Captain Nummer drei; eine Rolle, mit der Sommer gut klar kommt. «Wer die Binde trägt, spielt gar keine Rolle. Entscheidend ist, dass wir auf dem Platz wichtige Sachen ansprechen, egal wer.»

Während der EM funktionierte das in den entscheidenden Momenten; die Schweiz gewann zum ersten Mal seit 67 Jahren wieder ein K.o.-Spiel. «Eine solche Euphorie habe ich in der Schweiz selten erlebt», sagt Sommer rückblickend. «Wenn es um Emotionen geht, sind wir sonst eher ein ruhiges Land. Das hat mich sehr berührt.»

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Voller Einsatz im Training. 

Voller Einsatz im Training.

Pascal Muller/freshfocus
Am Samstag geht es für Sommer und die Nati gegen Nordirland. 

Am Samstag geht es für Sommer und die Nati gegen Nordirland.

Pascal Muller/freshfocus
Im letzten Spiel trug er noch die Captain-Binde. 

Im letzten Spiel trug er noch die Captain-Binde.

freshfocus

Der Goalie macht den Grund dafür in der Chronologie des Turniers aus. Man sei nicht gut ins Turnier gestartet, habe sich dann aber nach und nach gesteigert. «Der Achtelfinal gegen Frankreich war wohl auch aus neutraler Sicht eines der schönsten Fussballspiele der letzten Jahre», glaubt Sommer.

Sommer glücklich in Gladbach

Weniger gut als in der Nati lief es zu Saisonbeginn bei seinem Club Borussia Mönchengladbach. Nur gerade vier Punkte holten die Fohlen aus den ersten fünf Bundesligaspielen unter ihrem neuen Trainer Adi Hütter. «Wenn ein neuer Trainer kommt, braucht das immer etwas Zeit, bis sich alles eingespielt hat», sagt Sommer. Zuletzt gab es aber ausgerechnet gegen die Top-Teams aus Dortmund und Wolfsburg zwei Siege.

Noch zwei Jahre läuft sein Vertrag in Gladbach. «Ich bin froh, dass ich diese Sicherheit habe», sagt Sommer. Doch wie soll es danach weitergehen? «Darüber mache ich mir keine grossen Gedanken. Aktuell bin ich bei der Borussia sehr glücklich.»

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