Promoted Accounts: Wer empfohlen werden will, soll zahlen
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Promoted AccountsWer empfohlen werden will, soll zahlen

User von Twitter sollen sich bald einen Platz auf der Who-to-follow-Liste kaufen können. Diese macht dem Nutzer Vorschläge, wem er folgen könnte.

von
hst
Twitter soll auf Promoted Accounts setzen wollen, um Geld zu verdienen. Symbolbild: Colourbox

Twitter soll auf Promoted Accounts setzen wollen, um Geld zu verdienen. Symbolbild: Colourbox

Twitter soll heute auf einem Werbebranchentermin in New York eine neue Möglichkeit für Kunden vorstellen wollen, mehr Follower zu gewinnen. Wie Peter Kafka in seinem Blog MediaMemo schreibt, soll es sich dabei um so genannte Promoted Accounts handeln: Diese erscheinen in den Who-to-follow-Listen, so dass Nutzer des Microblogging-Dienstes beispielsweise auf ein Unternehmen aufmerksam gemacht werden, das so neue Follower gewinnt.

Was Kunden dafür zahlen sollen, erwähnte Kafka nicht. Eine offizielle Stellungnahme von Twitter gibt es nicht. Bislang bietet das Unternehmen zwei Werbemöglichkeiten: In Promoted Tweets können Kunden ihre Beiträge prominent präsentieren. Mit Promoted Trends taucht die Werbung ganz unten in den rechts zu finden weltweiten Trends des Microblogging-Dienstes auf.

Update 29.9.:Laut «New York Times» hat Twitters COO Dick Costolo den Bericht Kafkas bestätigt. Schon bald soll man sich in die Liste der empfohlenen Nutzer einkaufen können. Zum Jahresbeginn 2011 sollen kleine Unternehmen überdies selbsständig Anzeigen schalten können. Bislang hat Twitter 40 Werbekunden gehabt. Ausserdem gab Costolo bekannt, dass der Account @earlybird nicht mehr weiter gepflegt wird. Mit diesem informierte Twitter Follower über Schnäppchen. Grund sei das mangelnde Interesse der Nutzer, sagte Costolo. Er nannte ausserdem ein paar neue Zahlen: 160 Millionen Nutzer hat der Microblogging-Dienst mittlerweile, täglich kommen rund 370 000 hinzu. Kevin Weil, Leiter der Analyse-Abteilung des Unternehmens, sagte, auf der Web 2.0 Expo, Twitters Datenbestand wachse täglich um zwölf Terabyte.

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