06.11.2015 17:04

#LetsFindCarlos

Wer hat Carlos Gallardo Ramirez gesehen?

Mitte August erhielt die Familie des vermissten chilenischen Studenten ein letztes Lebenszeichen. Nun führt sie eine Spur nach Olten.

von
nel

Gladis Ramirez ist verzweifelt: Seit Mitte August hat sie kein Lebenszeichen mehr von ihrem 24-jährigen Sohn Carlos Gallardo Ramirez erhalten. Damals hatte sich der chilenische Student per Whatsapp aus dem österreichischen Salzburg gemeldet. Der junge Mann hatte im spanischen La Coruña ein Auslandsemester absolviert und war anschliessend auf eine Reise durch Europa gestartet. Im September hätte Ramirez eigentlich zurück nach Chile fliegen sollen.

Doch Ramirez kehrte nicht mehr in seine Heimat zurück. So startete die Familie auf Facebook und auf Twitter unter dem Hashtag #LetsFindCarlos die Suche nach dem Vermissten. Eine Spur hat die Mutter und die Schwester nun nach Olten geführt: Offenbar wurde der 24-Jährige am 5. Oktober im Zug von Zürich nach Olten gesehen.

Auch Fedpol sucht mittlerweile nach dem Vermissten

Die beiden Chileninnen sind daher extra in die Schweiz gereist, um hier nach dem jungen Studenten zu suchen. Gestern waren sie in Olten unterwegs, um auf den Vermissten aufmerksam zu machen.

Mittlerweile ist auch das Bundesamt für Polizei (Fedpol) in die Suche nach Carlos Gallardo Ramirez involviert. Der Chilene sei national als vermisste Person aufgenommen worden. Auch habe man alle kantonalen Polizeidienste mit den Informationen bedient. «Bis jetzt haben wir jedoch noch keine Hinweise zum Aufenthaltsort des Vermissten erhalten», so Fedpol-Mediensprecherin Cathy Maret. Fedpol sei jedoch in Kontakt mit der Botschaft und würde allen Informationen und Spuren nachgehen, die sich finden würden. «Der Mann ist zudem im gesamten Schengenraum als vermisste Person ausgeschrieben», fügt Maret hinzu.

In den nächsten Tagen wollen Carlos' Mutter und Schwester die Suche in Österreich und Deutschland fortsetzen.

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