Aktualisiert 16.05.2020 09:40

Tote Tiere in Plasselb FR

Wer hat die Katzen im Bachbett entsorgt?

Am Wochenende fand ein Spaziergänger zwei tote Katzen in Plastiksäcken in einem Bachbett gefunden. Wie die Besitzerin vermutet, ist die Tat von einem Katzenhasser verübt worden.

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In einem Bachbett des Kuhbaches in Plasselb im Kanton Freiburg wurden Katzen in Plastiksäcken entsorgt.

In einem Bachbett des Kuhbaches in Plasselb im Kanton Freiburg wurden Katzen in Plastiksäcken entsorgt.

Screenshot/Google Maps
Der Fundort befindet sich in der Nähe des Schützenhauses.

Der Fundort befindet sich in der Nähe des Schützenhauses.

Screenshot/Google Maps
Die Besitzerin der Katzen reichte bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt ein.

Die Besitzerin der Katzen reichte bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt ein.

KEYSTONE

Die «Freiburger Nachrichten» berichten von einem gruseligen Fall: In einem Bachbett in Plasselb soll eine unbekannte Täterschaft zwei Katzen in Plastiksäcken entsorgt haben. Oder wurden die beiden Tiere vielleicht gar vor Ort in den beiden Beuteln ertränkt?

Vieles ist derzeit noch unklar, die Kadaver wurden nur durch einen Zufall entdeckt. Am letzten Wochenende war ein Freiburger mit seiner Katze auf einem Spaziergang in Plasselb FR unterwegs. Der Spaziergang führte ihn entlang des dortigen Kuhbaches. Plötzlich gab seine Katze ungewohnte Laute von sich. Sie machte ihn darauf aufmerksam, dass sich etwas im Bachbett befinde. «Ich habe gedacht, dass jemand illegal seinen Kehricht entsorgt hat. Das wäre nicht das erste Mal», erzählt der Mann gegenüber den «Freiburger Nachrichten».

Da das Bachbett zu Fuss nicht gut zugänglich war, holte er sich am nächsten Tag eine Leiter, um den Hang hinunterzuklettern. «Ich habe aus der Nähe gesehen, dass in den Säcken wohl Tierkörper stecken.»

Konnte sich eine dritte Katze retten?

Nach näherer Prüfung folgte der Schreckensfund: In zwei der drei Säcke befanden sich tote Katzen. Da der dritte Sack aber leer und zerfetzt war, konnte sich die darin gefangene Katze wohl noch befreien. Als er die beiden toten Katzen entdeckte, informierte der Spaziergänger umgehend die Gemeinde. Der zugezogene Wildhüter konnte die genaue Todesursache jedoch nicht ermitteln.

Immerhin konnte die Besitzerin der Tiere ermittelt werden: Dabei handelt es sich um eine engagierte Tierschützerin aus der Region. Sie setzt sich im Sense-Oberland für herrenlose und kranke Katzen ein.

Vor ein paar Tagen verschwanden ihre Katzen. Jetzt hat sie die traurige Gewissheit: Die kleinen Tiere kommen nie wieder zurück nach Hause. Die Betroffene glaubt nun, dass möglicherweise ein Katzenhasser am Werk war. Oder wollte jemand ein Exempel statuieren? «Es gibt viele, die nicht gutheissen, was wir tun», sagt die Frau zur Zeitung. Die Tierschützerin reichte nun eine Anzeige gegen Unbekannt ein.

(bd)

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