Aktualisiert 26.02.2020 16:43

Zwischen Sitzen gefundenWer hat diesen Goldring im Zug verloren?

Ein SBB-Mitarbeiter fand bei Reparaturarbeiten tief in einem Sitzgestell einen Goldring. Nun sucht er nach dem Besitzer. Wird der nicht gefunden, wird der Ring versteigert.

von
nke
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Diesen Goldring fand ein Leser-Reporter bei Reparaturarbeiten in einem Zug. Er hat eine Inschrift mit einem Vornamen und dem Wort «forever». Bei der Demontage von Sitzen der ersten Klasse kam der Ring zuunterst im Sitzgestell zum Vorschein.

Diesen Goldring fand ein Leser-Reporter bei Reparaturarbeiten in einem Zug. Er hat eine Inschrift mit einem Vornamen und dem Wort «forever». Bei der Demontage von Sitzen der ersten Klasse kam der Ring zuunterst im Sitzgestell zum Vorschein.

Leser-Reporter
Beim Zug, in dem der Ring gefunden wurde, handelt es sich um einen Niederflurzug vom Modell Flirt der Firma Stadler Rail. Der Ring ist in der Ritze zwischen den Sitzen verloren gegangen.

Beim Zug, in dem der Ring gefunden wurde, handelt es sich um einen Niederflurzug vom Modell Flirt der Firma Stadler Rail. Der Ring ist in der Ritze zwischen den Sitzen verloren gegangen.

Keystone/Rainer Bolliger
Das Modell ist seit 2004 bei der SBB im Einsatz und überall in der Schweiz als Regionalzug unterwegs.

Das Modell ist seit 2004 bei der SBB im Einsatz und überall in der Schweiz als Regionalzug unterwegs.

Keystone/Jean-christophe Bott

Bei Reparaturarbeiten an einem Zug hat ein Leser-Reporter (47) am Dienstag in Luzern einen speziellen Fund gemacht. Bei der Demontage von Sitzen der ersten Klasse kam ein Goldring zum Vorschein. «Der Ring war zuunterst im Sitzgestell zwischen zwei Sitzen eingeklemmt», sagt der Finder gegenüber 20 Minuten.

Einmaliger Fund

Für den Finder war es ein aussergewöhnliches Ereignis: «Bei der Demontage kommen allerlei Gegenstände zwischen den Sitzen hervor. Meistens sind es Brillen, Taschenmesser oder andere Dinge, die die Passagiere in den Hosentaschen haben.» Einen Ring oder Vergleichbares habe er in seinen 19 Jahren bei der SBB aber noch nie zwischen den Sitzen gefunden, so der 47-Jährige.

Beim Zug, in dem der Ring gefunden wurde, handelt es sich um einen Niederflurzug vom Modell Flirt der Firma Stadler Rail. Das Modell ist seit 2004 bei der SBB im Einsatz und überall in der Schweiz als Regionalzug unterwegs. «Der Ring war wohl schon sehr lange zwischen den Sitzen und könnte von überallher kommen», meint der SBB-Mitarbeiter. Ohne die Demontage der Sitze wäre das Schmuckstück wohl nie zum Vorschein gekommen.

Inschrift an der Innenseite

Der Ring ist nach Angaben des Finders aus Gold und hat einen Durchmesser von 17,5 mm. Auf der Innenseite ist die Inschrift mit einem Vornamen und dem Wort «forever» eingraviert. Das hochwertige Material und die romantische Inschrift deuten darauf hin, dass es sich beim Fundstück um einen Ehering handeln könnte.

«Normalerweise bringe ich Fundgegenstände ins Fundbüro. Aber ich denke nicht, dass in diesem Fall der Besitzer so gefunden werden kann», meint der Finder, «da schon längere Zeit seit dem Verlust vergangen sein könnte, würde sich wohl niemand beim Fundbüro melden.»

Gegenstände, die nicht im Fundbüro abgeholt werden, übergibt die SBB nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von drei Monaten an die Firma Fundsachenverkauf.ch GmbH. Dort werden sie dann öffentlich versteigert. Das möchte der Finder verhindern. Er sähe den Ring lieber zurück am Finger des ursprünglichen Besitzers. «Aber falls ich den Besitzer innert der Frist nicht finden kann, muss ich den Ring wohl oder übel aufs Fundbüro bringen», sagt der SBB-Mitarbeiter.

Wer weiss, wem der Ring gehört?

Jetzt seid ihr gefragt! Weiss jemand, wem der Ring gehören könnte? Bist du selber der Besitzer? Weisst du, welcher Vorname im Ring eingraviert ist, und kannst beweisen, dass er dir gehört? Dann melde dich unter redaktion.luzern@20minuten.ch mit dem Betreff «Goldring».

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