Nie mehr alleine: Wer hat Lust auf ...?
Aktualisiert

Nie mehr alleineWer hat Lust auf ...?

Viele Freizeitaktivitäten machen gemeinsam einfach mehr Spass. Die Schweizer App Spontacts hilft, den richtigen Sparringpartner zu finden.

von
mbu
Spontacts: Kontakte knüpfen leicht gemacht.

Spontacts: Kontakte knüpfen leicht gemacht.

Für eine Partie Tennis braucht es mindestens zwei Spieler. Wer alleine ist und aus dem direkten Freundes- und Bekanntenkreis niemanden mobilisieren kann, hat neu die Möglichkeit, auf die kostenlose iPhone-App Spontacts zurückzugreifen. «Wir haben uns gedacht: Es muss doch einen einfachen Weg geben, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. Was ist naheliegender als ein gemeinsames Hobby?», erklärt Mitgründer Christoph Seitz die Idee dahinter.

Im eigenen Profil kann neben Alter, Geschlecht und Beziehungsstatus angegeben werden, für was man sich besonders interessiert. Zur Auswahl stehen zahlreiche Sportarten, kulturelle Anlässe, Essen und Trinken, Ausgehen etc. Sind die eigenen Präferenzen erst einmal bestimmt, bekommt man Zugriff auf die Aktivitäten anderer User, die ähnliche Interessen haben und sich in der Nähe des eigenen Aufenthaltsortes befinden. Eigene Annoncen können auf dem virtuellen schwarzen Brett veröffentlicht werden.

40 000 Mitglieder zum Ziel

Den Machern ist es wichtig zu betonen, dass es sich um keine Datingbörse handelt. Die Angabe des Beziehungsstatus ist optional. Wenn sich aus dem spontanen Treffen eine Freundschaft oder gar eine Liebesbeziehung entwickelt, dürfte dies aber auch im Sinne der Entwickler sein.

In den vergangenen neun Monaten konnten die Gründer Christoph Seitz, Daniel Kästli und Florian Specker insgesamt 150 000 Franken an Startkapital von privaten Investoren auftreiben. Das war gar nicht so einfach: «Für ein Internet-Startup ohne direkten universitären Link ist es sehr schwierig, Risikokapital zu finden. Im Dezember war ich deswegen unter anderem Hauptkandidat bei Roman Kilchsperger in der Sendung Traders. Leider ging das Vorhaben bei der allerletzten Frage schief. Es gab aber sehr viele positive Rückmeldungen», sagt Seitz gegenüber 20 Minuten Online. Für die Zukunft ist der Mitgründer aber zuversichtlich: «Diese Woche haben verschiedene Treffen stattgefunden. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Wochen zusätzliche 500 000 Franken vereinbaren können.»

Die App ist seit vergangenem Freitag im App Store erhältlich und wurde bereits über 3000-mal runtergeladen. Ziel der Betreiber ist es, hierzulande bis Ende des Jahres rund 40 000 Mitglieder zu erreichen. Auch in Österreich und Deutschland ist Spontacts erhältlich. Weitere Länder sollen folgen. Neben einer iPhone-App wurde auch eine Facebook-App entwickelt. Im Spätsommer soll eine Android-App folgen. Insgesamt wurden etwas mehr als zwei Mannjahre in die Entwicklung der App gesteckt. Da Spontacts kostenlos angeboten wird, soll die App über Sponsoring monetarisiert werden.

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