Rätsel um Eindringling : Wer hat sich nach Mitternacht Zutritt ins Kino verschafft?
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Rätsel um Eindringling Wer hat sich nach Mitternacht Zutritt ins Kino verschafft?

Das Kino Onik in Oensingen SO vermeldete am Wochenende einen Eindringling, der keine Spuren hinterlassen und sich einen Film angesehen hat. Hinter der abenteuerlichen Geschichte stecken allerdings die Betreiber selbst.

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Dieses Foto hat das Kino Onik am Wochenende gepostet. Wer oder was befindet sich auf dem eingekreisten Sitz?

Dieses Foto hat das Kino Onik am Wochenende gepostet. Wer oder was befindet sich auf dem eingekreisten Sitz?

Facebook/Kino Onik
Die Antwort: Ein Skelett. Dies deuteten bereits die aufgehellten Bilder von Usern an.

Die Antwort: Ein Skelett. Dies deuteten bereits die aufgehellten Bilder von Usern an.

Facebook/Kino Onik
Hier der endgültige Beweis.

Hier der endgültige Beweis.

Kino Onik

Darum gehts

  • Das Kino Onik in Oensingen SO meldet «komische Vorgänge»: Am Wochenende sei jemand eingedrungen und habe sich einen Film angesehen.

  • Weder seien auf den Überwachungsbildern Personen ersichtlich, noch seien Einbruchspuren festzustellen.

  • Was nach paranormalen Aktivitäten klingt, ist in Wirklichkeit ein PR-Gag der Kinobetreiber.

Wie alle Schweizer Kinos bleibt derzeit auch das Onik in Oensingen SO geschlossen. Dennoch herrschte in der Nacht auf Sonntag scheinbar reger Betrieb: Kurz nach Mitternacht sei der Alarm ausgelöst und der Umwelt-Thriller Dark Waters abgespielt worden, schreiben die Betreiber in einem Facebook-Aufruf. Mysteriös: Auf den Aufnahmen der Überwachungskameras seien keine Personen zu sehen. Weder gebe es Einbruchspuren noch hätten die Elektronikschlösser Schlüsselbewegungen registriert.

Dennoch müsse sich jemand Unbefugtes Zutritt ins Filmtheater verschafft haben: Auf den Bildern der Überwachungskamera im Saal ist nämlich schemenhaft eine Gestalt zu erkennen, die es sich auf einem Sessel gemütlich gemacht hat. «Wir vermuten, dass es die Person ist, welche irgendwie ins Kino Onik eingedrungen ist und es geschafft hat, einen Film zu starten», heisst es im Post. Am Kiosk hätten ausserdem eine Maltesers-Packung und eine Flasche Eistee gefehlt. Das Onik-Team bittet die User um Mithilfe: «Für sachdienliche Hinweise sind wir dankbar.»

Ein Eindringling, der keine Spuren hinterlässt und dann auch noch selbständig einen Film abspielen kann – in den Ohren der meisten User klingt diese Geschichte eine Spur zu hanebüchen. Während die einen an einen verfrühten 1.- April-Scherz glauben, witzeln andere, der böse Geist des einstigen Junkers und Raubritters Kuoni (eine beliebte Oensinger Sage) sei vom Schloss Neu-Bechburg herabgestiegen und treibe nun Schabernack. Wiederum andere tippen auf das Cinéasli, das kinoeigene Maskottchen.

«Wir sind ein Unterhaltungsbetrieb»

Es sind genau solche Interpretationen, wie sie Onik-Chef Christian Riesen mit seinem Facebook-Post bezwecken wollte. Denn wie sich bei einem Anruf rasch herausstellt, hat sein Team den nächtlichen Vorfall rund um den ungebetenen Kinogast selbst inszeniert. «Wir sind ein Unterhaltungsbetrieb», sagt Riesen hörbar amüsiert. Das Verwirrspiel solle während des Quasi-Lockdown für ein wenig Erheiterung sorgen, und selbstverständlich wolle man damit auch auf sich aufmerksam machen.

Zunächst sei geplant gewesen, den originellsten Erklärungsversuch mit einer kostenlosen Kinovermietung zu belohnen. Inzwischen habe der Aufruf auf Social Media aber so viele witzige Kommentare und Herleitungen ausgelöst, dass dies nicht mehr möglich sei. «Wir haben uns deshalb entschlossen, eine Verlosung durchzuführen», so Riesen. Die Gewinnerin oder der Gewinner darf das Kino zwei Stunden lang für sich allein beanspruchen.

Zahlreiche Oensingerinnen und Oensinger mutmassten übrigens ganz im Sinne der Kinobetreiber: Auch deren Idee war es, dass sich Schlossgeist Kuoni aktuell dermassen langweilt, dass er seinen Gemäuern kurzerhand entfloh und im Kino ein wenig Zerstreuung suchte. Sinnbildlich handelt es sich bei der rot eingekreisten Gestalt auf dem Foto um ein Skelett.

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Hier findest du Hilfe:

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

(sul)

Deine Meinung

17 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Coronamüde

09.02.2021, 08:40

Habe mehrere Kinos angefragt, ob ich eine Privatvorstellung buchen kann, für mich und meine Kids. Haben alle abgesagt. Verstehe ich nicht, das wäre doch ein Geschäft? 800 Franken, nur für max. zwei Haushalte, inklusive Getränke und Popcorn. Sollte sich doch lohnen?

Fabienne12

09.02.2021, 08:17

Im Sommer gehen die Kinos auf juhu.

cp56743856

09.02.2021, 07:54

Ihr könntet ja auch die polizei die fingerabdrücke auf dem ice tea petflasche anschauen ..................................................................................