USA – Elite-Universität Harvard führt Impfpflicht für Studenten ein
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ImpfzwangWer in Harvard studieren will, muss gegen das Coronavirus geimpft sein

Die US-Universitäten Columbia, Princeton und Yale haben bereits eine Impfpflicht für ihre Studenten eingeführt. Zum Beginn des neuen Semesters im Herbst folgt nun auch Harvard.

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Die US-Universität Harvard hat die Impfung gegen das Coronavirus für alle Studenten, die sich in diesem Herbst auf dem Campus aufhalten, für obligatorisch erklärt. Das Bild zeigt die Massachusetts Hall, den Sitz des Universitätspräsidenten.

Die US-Universität Harvard hat die Impfung gegen das Coronavirus für alle Studenten, die sich in diesem Herbst auf dem Campus aufhalten, für obligatorisch erklärt. Das Bild zeigt die Massachusetts Hall, den Sitz des Universitätspräsidenten.

Wikipedia/Muns/CC BY-SA 3.0

Darum gehts

  • Die US-Universität Harvard hat die Corona-Impfung für alle Studenten für obligatorisch erklärt.

  • Ausnahmen soll es nur aus medizinischen oder religiösen Gründen geben.

  • Der Fortschritt der Impfkampagne in den USA hatte sich zuletzt verlangsamt.

Die US-Universität Harvard hat die Impfung gegen das Coronavirus für alle Studenten, die sich in diesem Herbst auf dem Campus aufhalten, für obligatorisch erklärt. Das sei nötig, «um die hohen Impfraten zu erreichen, die zum Schutz unserer Gemeinde erforderlich sind», teilt die Hochschule in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts mit. Auch an den US-Universitäten Yale, Columbia und Princeton gibt es bereits eine solche Impfpflicht.

Ausnahmen sind möglich

Vor ihrer Rückkehr zum Campus müssen Studenten ihre Impfung mit einem Vakzin abgeschlossen haben, das von der Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation WHO zugelassen ist. Dies bedeutet, dass seit der Verabreichung der letzten Impfdosis mindestens zwei Wochen verstrichen sein müssten, hiess es weiter. Internationalen Studierenden und anderen, die vor dem Herbst keinen Zugang dazu haben, will die Universität bei deren Ankunft eine Impfung anbieten. Ausnahmen soll es nur aus medizinischen oder religiösen Gründen geben.

Die 1636 von britischen Einwanderern gegründete Universität gilt als eine der Eliteschmieden der USA, die unter anderem mehrere Präsidenten und Dutzende Nobelpreisträger hervorbrachte. Mehr als 23’000 Studenten sind derzeit an der privaten Hochschule eingeschrieben, die für ihre strengen Zulassungsbedingungen bekannt ist.

Impftempo in den USA nimmt ab

Der Fortschritt der Impfkampagne in den USA hatte sich zuletzt verlangsamt. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben über 148,5 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, 107,3 Millionen gelten als voll geimpft, wie Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC zeigen. Laut US-Medien soll der Impfstoff von Biontech/Pfizer in den nächsten Tagen die Notfallzulassung für 12- bis 15-Jährige erhalten. Wer in den USA eine Corona-Impfspritze erhalten hat, bekommt zudem ein Geschenk. Das kann ein Donut oder ein Eintritt ins Museum sein. In New York und Washington wurden kürzlich sogar Joints verteilt. In New York gabs des Weiteren Käsekuchen oder Hot Dogs als Belohnung, in West Virginia gab es 100 Dollar-Wertpapiere.

Insgesamt haben sich in den USA bislang mehr als 32,5 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 579’000 Menschen starben. Binnen 24 Stunden wurden rund 44’500 Neuinfektionen gemeldet, wie aus Daten der Johns-Hopkins Universität vom Donnerstagmorgen (MESZ) hervorging. Das sind etwa 10’600 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Zahl der Corona-Toten in diesem Zeitraum ging im Wochenvergleich um rund 180 auf 777 zurück.

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(DPA/mur)

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