30.07.2020 09:36

Polizei veröffentlicht Foto

Wer kann helfen, diesen Berner Todesfall zu lösen?

Nachdem am Sonntagmorgen im Marzilibad in Bern eine leblose Frau aus der Aare geborgen worden war, sind die polizeilichen Ermittlungen dazu weiter im Gang. Um die letzten Stunden der Frau zu rekonstruieren, hofft die Polizei nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

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Die Berner Polizei veröffentlicht Bilder der Kleidung einer Frau, die am Sonntagmorgen tot aus der Aare geborgen wurde.

Die Berner Polizei veröffentlicht Bilder der Kleidung einer Frau, die am Sonntagmorgen tot aus der Aare geborgen wurde.

Kapo Bern 
Die Ermittler erhoffen sich Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Ermittler erhoffen sich Hinweise aus der Bevölkerung.

Keystone
Denn wie und weshalb die Frau in der Nacht auf Sonntag in die Aare geriet, ist unklar.  Lediglich die Örtlichkeit können die Ermittler eingrenzen: Es soll zwischen dem Tierpark Dählhölzli und der Monbijoubrücke passiert sein.

Denn wie und weshalb die Frau in der Nacht auf Sonntag in die Aare geriet, ist unklar. Lediglich die Örtlichkeit können die Ermittler eingrenzen: Es soll zwischen dem Tierpark Dählhölzli und der Monbijoubrücke passiert sein.

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Darum geht es

  • Am Sonntagmorgen wurde eine 50-jährige Frau tot aus der Aare geborgen.
  • Sie soll in der Nacht zwischen dem Dählhölzli und der Monbijoubrücke ins Wasser geraten sein.
  • Viele Puzzleteile zur Aufschlüsselung des Todesfalls fehlen derzeit noch.
  • Die Polizei hofft, mögliche Zeugen könnten die Ermittlungen vorantreiben.

Im Berner Freibad Marzili wurde am Sonntagmorgen eine leblose Person im Wasser entdeckt. Drittpersonen bargen den angeschwemmten Körper umgehend aus dem Wasser. Der alarmierte Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod der Frau feststellen.

Zwar konnte die Identität der Verstorbenen schnell ermittelt werden. Es handelt sich um die Leiche einer 50-jährigen Frau aus Ungarn. Bezüglich des Todesfalls stehen die Ermittler aber noch heute vor einem Rätsel – «bislang konnten die Umstände des Todesfalls nicht restlos geklärt werden», sagt Polizeisprecherin Jolanda Egger.

Frau war nicht den ganzen Abend alleine unterwegs

Einzelne Details konnten die Ermittler in den letzten Tagen bereits rekonstruieren und aufschlüsseln. Als Todesursache steht Ertrinken im Vordergrund. Dies hätten Untersuchungen der Rechtsmedizin ergeben.

Auch bezüglich des Bewegungsprofils der Frau gibt es gewisse Anhaltspunkte: So soll die Frau in der Nacht auf Sonntag zwischen dem Tierpark Dählhölzli und der Monbijoubrücke ins Wasser geraten sein. Die Polizei weiss inzwischen auch, dass sich die Frau bereits zuvor in diesem Bereich entlang der Aare aufgehalten haben soll. Eventuell soll sich die 50-Jährige zuvor in Berner Bars aufgehalten haben. Dabei war sie gemäss jetzigem Kenntnisstand zeitweise auch in Begleitung von weiteren Personen.

Doch wie die Frau schliesslich ins Wasser geriet, weiss man derzeit nicht; viele Puzzlesteine fehlen. Deshalb wird in alle Richtungen ermittelt. Polizeisprecherin Egger sagt aber: «Konkrete Hinweise auf eine Dritteinwirkung liegen bisher nicht vor.»

Wer hat die Frau im Kleid gesehen? Kapo sucht Zeugen

Um sämtliche Eventualitäten auschliessen zu können und so den Todesfall schnellstmöglich zu klären, wenden sich die Ermittler nun an die Öffentlichkeit und suchen Zeugen. Hierfür veröffentlichten sie auch ein Foto von der Kleidung der Toten. Die Frau trug zum Zeitpunkt des Vorfalls ein langes, rotweisses Sommerkleid und schwarze Sandalen zum Schnüren.

Der Zeugenaufruf der Kapo lautet wie folgt: «Personen, welche die Frau im Zeitraum zwischen Samstagabend, 25. Juli 2020, 20.00 Uhr, und Sonntag, 26. Juli 2020, 3.00 Uhr, gesehen haben oder entlang der Aare zwischen Tierpark und Marzilibad Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich zu melden».

(miw)

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