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Belohnung ausgesetztWer kennt dieses Dingsda?

In einem Augsburger Gymnasium haben Schüler beim Aufräumen eine rund 100 Jahre alte Apparatur entdeckt. Weil niemand weiss, wofür sie benutzt wurde, ist nun die Öffentlichkeit gefragt.

von
phi

Es ist der Stoff, aus dem die Träume von Schnäppchenjägern gemacht sind: Beim Aufräumen wird in einem Schrank auf einem Dachboden eine uralte Apparatur entdeckt. Das Objekt ist derart geheimnisvoll, dass niemand auf Anhieb weiss, wozu das Instrument eigentlich benutzt worden ist. So erging es auch Schülern des Augsburger Holbein-Gymnasium: Sie spürten in ihrem Schulhaus ein Gerät auf, das nicht nur die Lehrer, sondern auch Technik-Experten vor ein Rätsel stellt.

Der Apparat besteht aus zwei Wasserwaagen, einem Winkelkranz, einem Objektiv, einem Pendel, zwei Spulen und einem Stromanschluss. Ausserdem ist er mit der Gravur «J. M. Ekling» versehen: Der Ingenieur Johann Michael Ekling lebte und arbeitete um 1900 herum in Wien. Seine Arbeit, die dem erste Magnetometer des deutschen Mathematikers Carl Friedrich Gauss ähnelt, haben die Schüler vorerst Dingsda getauft.

1000 Euro für die beste Antwort

Laut Bayrischem Rundfunk hat sich das Gymnasium an Experten gewendet, doch auch von ihnen keine Antwort bekommen. Weder das Deutsche Museum in München weiss Rat noch die Deutschen Akademie der Technikwissenschaft. Nun haben Lehrer und Schüler die Öffentlichkeit um Hilfe gebeten – und eine Belohnung von 1000 Euro für die beste Erklärung ausgesetzt.

Wie die «Augsburger Allgemeine» berichtet, sorgt das Dingsda für jede Menge Resonanz. «In wenigen Tagen sind fast 100 Vorschläge eingegangen», sagte der stellvertretende Schulleiter Herbert Schuhknecht dem Blatt – auch wenn nicht alle Zuschriften seriös waren. Wahrscheinlich hat das Gerät mit dem Magnetfeld der Erde zu tun, glauben die Lehrer. «Vielleicht wurde das Gerät so verändert, dass es noch zusätzliche Funktionen hatte.»

Hier gehts zur Dokumentation der Apparatur und zum Wettbewerb.

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