Parkplätze: Wer nicht baden geht, findet kaum ein E-Bike
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ParkplätzeWer nicht baden geht, findet kaum ein E-Bike

In Basel und Bern stapeln sich E-Bikes und E-Trottis an den Badeorten. Das führt zu einer ungerechten Verteilung.

von
bz
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In Basel stapeln sich die Leihfahrzeuge beim Parkplatz neben dem Tinguely-Museum, das sich in der Nähe des Stadtflusses befindet.

In Basel stapeln sich die Leihfahrzeuge beim Parkplatz neben dem Tinguely-Museum, das sich in der Nähe des Stadtflusses befindet.

Keystone/Georgios Kefalas
Wer mit E-Mobilität andernorts in der Stadt von A nah B will, bleibt laut CH Media also auf der Strecke.

Wer mit E-Mobilität andernorts in der Stadt von A nah B will, bleibt laut CH Media also auf der Strecke.

Keystone/Georgios Kefalas
Die Wahrscheinlichkeit, dass sie Trottis und Bikes wieder mitnehmen, ist klein.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sie Trottis und Bikes wieder mitnehmen, ist klein.

Keystone/Christian Beutler

Badegäste überfluten gewisse Parkier-Hotspots zurzeit mit E-Bikes und E-Trottis. In Basel stapeln sich die Leih-Fahrzeuge beim Parkplatz neben dem Tinguely-Museum, das sich in der Nähe des Stadtflusses befindet. Wer mit E-Mobilität hingegen andernorts in der Stadt von A nah B will, bleibt laut CH Media auf der Strecke.

Ein zusätzliches Problem ist, wenn sich beim Rheinausstieg bei der Dreirosenbrücke jemand das nächste E-Bike schnappt, hochfährt, es wieder abstellt und sich den Rhein heruntertreiben lässt. So können pro Person durchaus mal zwei bis drei Mietvelos abgestellt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie diese wieder mitnehmen, ist klein. Schliesslich marschiert kaum jemand nach der Abkühlung wieder rheinaufwärts, nur um das ohnehin gemietete Fahrzeug zu holen.

Transporte verteilen Velos nutzergerecht

Ähnlich gestaltet sich die Situation in Bern. An diesen Hitzetagen fahren die Berner vermehrt mit Leihvelos an die Aare und schwimmen den Fluss runter. Beim Aarecamping Eichholz stapelten sich gestern rund 132 Publibikes. An anderen Leihstationen mangelte es deshalb an Bikes.

Thomas Eglin, Geshäftsleiter von Pick-e-Bike, ist die Situation vom letzten Sommer bereits bekannt. Die Betreiber könnten Nutzerströme gut beobachten, sagt Eglin. Mit diesem Massierungsphänomen sei voraussichtlich den ganzen Sommer hindurch zu rechnen.

Um der unnatürlichen Pendelei entgegenzuwirken, setzt Pick-e-Bike dieses Jahr auf Extra-Transporte. Diese sammeln bei sehr hohem Aufkommen von abgestellten Velos am frühen Morgen die Fahrzeuge beim Tinguely-Museum wieder auf und verteilen sie nutzergerecht in der Stadt.

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