Zürich: Wer profitiert, soll zahlen
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ZürichWer profitiert, soll zahlen

Auch Beizen und Läden sollen künftig eine Kurtaxe zahlen: Mit diesem Vorschlag erntet Elmar Ledergerber, Präsident von Zürich Tourismus, wenig Begeisterung.

von
Marco Lüssi
Zürich-Tourismus-Präsident Elmar Ledergerber. (Bild: Thomas Burla)

Zürich-Tourismus-Präsident Elmar Ledergerber. (Bild: Thomas Burla)

In Zürich wird von Hotelgästen eine Kurtaxe von 2.50 Franken erhoben, um die Tourismusförderung zu finanzieren. Dies will Elmar Ledergerber, Präsident von Zürich Tourismus und ehemaliger SP-Stadtpräsident, nun ausweiten: Auch die Restaurants und der Detailhandel profitierten vom Tourismus und sollten künftig zahlen, findet er: «Es können sicher nur sehr kleine Beträge sein, die die Kunden praktisch nicht spüren», sagte Ledergerber der «Zürichsee-Zeitung». Im nächsten Jahr werde er konkrete Vorschläge einbringen.

Natürlich sei man bereit, über solche Vorschläge zu diskutieren, sagt Milan Prenosil, Präsident der City-Vereinigung. Er stellt aber klar: «Grundsätzlich haben wir Detailhändler keine Freude an neuen Gebühren.» Skepsis herrscht auch bei den Wirten. Er anerkenne zwar, dass die Gastronomie einen Beitrag an die Tourismusförderung leisten könnte, sagt Ernst Bachmann, Präsident von Gastro Zürich. «Doch dafür ist jetzt der völlig falsche Zeitpunkt – wir Wirte werden schon durch das Rauchverbot geknüttelt», klagt er. Zudem werde eine solche Kurtaxe viel administrativen Aufwand verursachen.

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