Aktualisiert 24.05.2007 07:59

Wer rettet die Rütlifeier?

Die Rettungsversuche für die Bundesfeier auf dem Rütli laufen auf Hochtouren. In Zürich und Genf verlangen Politiker Beiträge ihrer Kantone. Und am Donnerstag trifft sich die Rütlikommission mit Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey.

Nach der Weigerung des Bundesrats, die Rütlifeier finanziell zu unterstützen, sollen nun die Kantone in die Bresche springen: Das ist die Idee von bürgerlichen Politikern in den Kantonen Zürich und Genf. In Zürich wurde ein entsprechender Vorstoss bereits eingereicht, in Genf soll dies am Donnerstag geschehen.

Er werde beantragen, dass der Kanton Genf bis zu 10 000 Franken an die Rütlifeier bezahle, bestätigte CVP-Kantonsrat Guy Mettan Berichte des «Tages-Anzeigers» und von «Le Matin». Im Zürcher Kantonsrat fragte FDP-Fraktionschef Beat Walti die Regierung an, ob der Kanton sich finanziell an der Feier beteiligen oder Polizisten schicken könne.

Mettan kündigte an, sich mit Walti in Verbindung zu setzen. Sein Ziel sei es, ein nationales Komitee zu gründen und andere Kantone mit einzubeziehen. Skeptisch ist Mettan gegenüber der Idee des FDP- Nationalrats Otto Ineichen, von 200 Personen je 1000 Franken zu sammeln: Es sei nicht Sache von Privaten, eine nationale Feier zu finanzieren.

Auch Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey und Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi geben die diesjährige Rütlifeier noch nicht auf. Sie werden am Donnerstag mit der Rütlikommission und mit dem Frauendachverband Alliance F über das weitere Vorgehen beraten. (sda)

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