Interview: «Wer sagt, man könne nicht denken und gleichzeitig tanzen?»
Aktualisiert

Interview«Wer sagt, man könne nicht denken und gleichzeitig tanzen?»

Die New Yorker Glam-Dance-Popband Scissor Sisters ist zurück. Sängerin Ana Matronic entdeckte bei den Aufnahmen von «Night Work» ein ganz neues Talent an sich.

«Es gibt viele Songs über Sex auf dem neuen Album»: Ana von den Scissor Sisters.

«Es gibt viele Songs über Sex auf dem neuen Album»: Ana von den Scissor Sisters.

Friday: Hi Ana, du siehst anders aus.

Ana Matronic: Echt? Ich habe einige Kilos abgenommen, vielleicht ist es das. Nach der letzten Tour habe ich mir ein Fitnessabo gekauft.

Der knackige Hintern auf eurem neuen Albumcover ist also deiner?

Schön wärs (lacht). Der gehört einem Tänzer aus den 70ern. Robert Mapplethorpe hat ihn abgelichtet. Seine Arbeit passt gut zum Album.

Warum denn?

Das Album ist inspiriert von einer Nostalgie für New York. Wir lieben die Geschichte der Stadt. Mapplethorpe war dort in den 70s und 80s aktiv und starb später an Aids. Wir stellten uns die Frage: Was, wenns die Krankheit nie gegeben hätte? Wir mögen eine gewisse Schwere.

Eure Musik hört sich aber gar nicht schwer an. Eure Texte schon.

Genau. Wer sagt, man könne nicht denken und gleichzeitig tanzen?

Und über Sex reden!

Ja, es gibt viele Songs über Sex

auf dem neuen Album. Und ich habe dabei Seiten meiner Persönlichkeit entdeckt, die ich vorher nicht kannte.

Zum Beispiel?

Songwriting war für mich immer ein Tabu. Ich hatte Angst davor. Bei den Aufnahmen zu «Night Work» habe ich gelernt, durchzuhalten, ohne zu denken: Oh Mann, diese Textzeile ist scheisse, ich höre jetzt auf.

Du singst unter anderem von einem Typen, der nach «Kokosnussbutter und Cash» riecht.

Ja, wir tüftelten an einem Sound rum und dachten plötzlich an Kreuzfahrtschiffe. Und stellten uns vor, es wäre 1982 und wir würden in einem Firebird mit offenem Dach die Pazifikküste entlangbrausen.

Und dann?

Die Jungs meinten, ich solle zu dem Sound einfach mal was erzählen: Also stellte ich mir einen Typen neben mir im Auto vor.

Wie sah er denn aus?

Er war dunkelhaarig, hatte viele Brusthaare, an seinem Hals baumelte ein Medaillon und er trug sein Hemd offen. Kokosnussbutter-Typen sind ziemlich schleimig.

Und die Jungs fandens cool?

Ja, ich guckte gleich nach der Aufnahme rüber zu Jake und Babydaddy. Jake sass nach vorne gebeugt in seinem Stuhl und lachte so fest, dass ihm die Tränen über die Wangen liefen.

Haben deine Bandkollegen eigentlich im April an deiner Hochzeit gespielt?

Nein. Mein Mann und ich hatten eine kleine Zeremonie in der City Hall, ohne Musik.

Hört sich nicht gerade festlich an.

Oh, heiraten in der City Hall in New York City ist glamouröser, als du denkst! Seth und ich werden aber schon noch eine grosse Hochzeit feiern, wenn die Tour vorbei ist. Da können dann die Scissor Sisters Party machen.

Glamouröser und tanzbarer denn jeWie eine traumhafte Partynacht, die nie endet: Die neuen Songs auf dem dritten Album der vier New Yorker Ana Matronic, Jake Shears, Babydaddy und Del Marquis sind glamouröser und tanzbarer denn je. Platz da, wir stürmen den Dance­floor!

Glamouröser und tanzbarer denn jeWie eine traumhafte Partynacht, die nie endet: Die neuen Songs auf dem dritten Album der vier New Yorker Ana Matronic, Jake Shears, Babydaddy und Del Marquis sind glamouröser und tanzbarer denn je. Platz da, wir stürmen den Dance­floor!

Glamouröser und tanzbarer denn jeWie eine traumhafte Partynacht, die nie endet: Die neuen Songs auf dem dritten Album der vier New Yorker Ana Matronic, Jake Shears, Babydaddy und Del Marquis sind glamouröser und tanzbarer denn je. Platz da, wir stürmen den Dance­floor!

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