Busse fürs Schlusslicht: Wer schlecht kickt, muss blechen
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Busse fürs SchlusslichtWer schlecht kickt, muss blechen

Singapur hat eine eigene geschlossene Fussballliga. Für deren Verbandspräsidenten ist sie aber nicht gut genug. Nun will er den Tabellenletzten und den Vorletzten mit einer saftigen Busse bestrafen.

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Das Jalan Besar ist das Nationalstadion Singapurs.

Das Jalan Besar ist das Nationalstadion Singapurs.

Es gibt namhafte Fussballligen rund um den Globus – und solche, die keiner kennt. Dazu gehört zweifelsohne die S. League in Singapur. Diese macht jetzt mit neuen Methoden auf sich aufmerksam: Als wäre es nicht schon genug schlimm, schlecht abzuschneiden, werden Schlusslicht und Vorletzte künftig noch mit einer Busse belegt. So soll die geschlossene Liga konkurrenzfähiger und interessanter werden.

13 Teams spielen im Insel- und Stadtstaat Singapur jährlich um den Meistertitel. Auf- und Absteiger gibt es in der geschlossenen Liga keine. Die Football Association of Singapur (FAS) bestimmt, ob ein neuer Verein der Liga betreten darf. Sprich: Wenn man in Singapur ins Stadion geht, kriegt man Hobbykicker wie auch hoffnungsvolle Jungtalente zu Gesicht.

Auch Ratenzahlung möglich

Dem will der Verband nun entgegenwirken: Ab 2013 wird die FAS gegen den Tabellenletzten und -vorletzten eine fünfstellige Busse aussprechen. Zum jetzigen Zeitpunkt, eine Runde vor dem Saisonende, würde Woodlands Wellington mit 38 000 und Geylang United mit 23 000 Schweizer Franken gebüsst. Noch bleibt den Teams aber ein Jahr, bis die neue Regel in Kraft tritt. Der Meister 2012 steht übrigens schon fest. Die Tampines Rovers holen sich zum sechsten Mal den Titel.

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«Die Bussen sollen die Klubs dazu animieren, besser zu arbeiten», sagte FAS-Vorsitzender Lim Chin der Zeitung «Today». Man wolle jedes Team dazu bringen, sein Bestes auf dem Platz zu geben. Zudem erhoffe man sich, das Niveau innerhalb der S. League dadurch zu verbessern. Die Höhe der Busse bezeichnet der Verband als angemessen. «Es wird die betreffenden Klubs zwar hart treffen, aber dennoch ist der Betrag nicht so hoch, als dass sie die Liga verlassen müssten.» Es sei auch eine Ratenzahlung zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

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Lohnobergrenze abgeschafft

Lim Chin ist seit Anfang 2012 Präsident der S. League. Bereits bei seiner Antrittsrede versprach er, die Liga aufzupeppen. «Ich bin hier, um die S. League den Zuschauern schmackhaft zu machen. Die Fans sollen ins Stadion gehen.» Der Zuschauerschnitt habe sich in den vergangenen zehn Jahren nicht erhöht. So hat Lim Chin als eine seiner ersten Amtshandlungen die vorgeschriebene Gehaltsobergrenze der Kicker von rund 9000 Schweizer Franken abgeschafft, um ausländische Stars nach Singapur zu holen.

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