Letzte Stunden: Wer schnappt sich «SG 1»?
Aktualisiert

Letzte StundenWer schnappt sich «SG 1»?

Nur noch wenige Stunden dauert die Auktion für die Autonummer «SG 1». Schon jetzt ist klar: Jemand wird dafür über 130'000 Franken zahlen. Kommt es heute Abend noch zum grossen Showdown?

von
bat

Für «rh1915», «STRUBBI »oder «Orsetto» dürfte heute ein ganz besonders aufregender Tag sein. Diese User kämpfen zurzeit bei der Auktion um die Autonummer «SG 1» ganz vorne gegeneinander und überbieten sich in 100 Franken-Schritten. Zurzeit hat «rh1915» die Nase vorne und ist bereit, die stolze Summe von 135'000 Franken hinzublättern. Erst seit heute 17:24 Uhr, steht dieses Angebot zuoberst.

Noch ist aber nicht entschieden, wer sich die aussergewöhnliche Nummer an sein Auto heften kann. Bis 19.30 Uhr haben die anderen noch Zeit, «rh1915» das Schild in letzter Minute wegzuschnappen. Kommt es also heute Abend zum grossen Bieterduell?

Komische Autonummer

Viele Bieter sind schon ausgestiegen

«Bei Nummern mit deutlich tieferen Geboten hat die Auktion die letzten 30 Minuten nochmals richtig angezogen», sagt Georges Burger, Leiter des St. Gallischen Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts. Burger ist aber skeptisch, ob das bei «SG 1» auch der Fall sein wird. «Viele werden bei über 100'000 Franken sowieso nicht mehr mit bieten. Vielleicht kommt es zu einem Duell.» Sollte es ab 19.30 Uhr zu einem Bieter-Kampf kommen, könnte sich die Auktion bis spät in den Abend hineinziehen. Das letzte Angebot muss nämlich mindestens fünf Minuten stehen bleiben, bevor die Auktion abgeschlossen werden kann.

Besitzer wird geheimgehalten

Der glückliche Ersteigerer hat danach 30 Tage Zeit, das Geld dem Strassenverkehrsamt zu überweisen. Wer der Besitzer von «SG 1» sein wird, wird geheim gehalten. «Es ist gut möglich, dass die Nummer auch nicht gleich eingelöst wird. Manche müssen sich zuerst noch das passende Auto dazu kaufen», sagt Burger. Doch was ist, wenn der Meistbietende die Summe nicht überreicht? «In der Regel kommt dann der zweithöchste Bieter zum Zuge», so Burger. Das sei aber sehr unwahrscheinlich. «Wir haben bis jetzt mehrheitlich gute Erfahrungen gemacht. In den letzten Tagen gab es jedoch einzelne Spassbieter, die wir gelöscht haben. Seitdem die wissen, dass eine Strafanzeige droht, hat sich die Lage beruhigt.»

Erfahrung bei der Versteigerung von Autonummern hat auch das Strassenverkehrsamt Graubünden. Dort weiss man, dass besonders in den letzten zwei bis drei Stunden einige Gebote abgegeben werden, falls ein speziell beliebtes Nummernschild zum Verkauf ausgeschrieben ist. Die Auktion könnte also noch einmal spannend werden.

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