Töten unnötig: Wer Schnecken loswerden will, muss weit werfen
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Töten unnötigWer Schnecken loswerden will, muss weit werfen

Schnecken sind der Albtraum jedes Gärtners. Denn sie ruinieren alles, was er mit Liebe angepflanzt hat. Doch wer einen guten Wurf besitzt, wird sie ein für allemal los.

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fee
Um Schnecken endgültig loszuwerden, braucht es keine Chemie.

Um Schnecken endgültig loszuwerden, braucht es keine Chemie.

Dem Traum vom schönen Garten können Schnecken schnell ein Ende setzen. Denn die gefrässigen Tiere nagen mit Vorliebe an dem, was die Besitzer mit Eifer gepflanzt haben. Das Resultat: Wut-rote Köpfe und gefährlich pulsierende Halsschlagadern. Kein Wunder, schliesslich haben die Gärtner dem Appetit der schleimigen Gesellen nur wenig entgegenzusetzen.

Weil sie die Schmarotzer nicht töten wollen, wissen die Gartenfreunde nur eine Lösung: Sie packen die Tiere und werfen sie in hohem Bogen von ihrem Grundstück — in der Hoffnung, sie nie wieder zu sehen. Tatsächlich funktioniert diese Methode zuverlässig, jedoch nur, wenn man die Tiere mehr als 20 Meter weit schleudert. Das berichten britische Forscher im Fachjournal «Physica Scripta».

Nach 20 Metern ist der Rückweg vergessen

Für seine Studie scheute das Team um David Dustan von der University of London keine Mühen und markierte 416 Schnecken mit Farbkleksen auf ihren Häuschen. Anschliessend setzten sie die Tiere in unterschiedlicher Entfernung aus und beobachteten, was passiert. Um den Überblick nicht zu verlieren, bekamen diejenigen, die den Weg zurückfanden, einen weiteren Punkt.

Nach sechs Monaten waren sich die Wissenschaftler sicher: Die kleinen Schleimmonster finden immer wieder ihren Weg zurück. Allerdings reicht ihr «Stalldrang» nur 20 Meter weit. Das heisst: Wer die unliebsamen Gartenbesucher also endgültig loswerden will, muss sie demnach nur weit genug werfen.

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