Internationale Ausschreibung: Wer schultert den Huckepackverkehr?
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Internationale AusschreibungWer schultert den Huckepackverkehr?

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Rollende Landstrasse (Rola) durch die Schweizer Alpen für die Jahre 2012 bis 2018 international ausgeschrieben. In diesem Zeitraum stehen 350 Millionen Franken für den Huckepackverkehr zur Verfügung.

Für die Abgeltung einer Rola stellt die Schweiz aus dem vom Parlament bewilligten Zahlungsrahmen für die Förderung des alpenquerenden Schienengüterverkehrs jährlich 50 Millionen Franken zur Verfügung. Diese Subvention soll mindestens 115 000 Camions pro Jahr von der Strasse auf die Schiene bringen.

Die Rola ist ein Transportsystem für den begleiteten kombinierten Verkehr. Auf einem Zug werden komplette Lastwagen und Sattelzüge samt Fahrer befördert. Die erste Rola durchquerte die Schweiz bereits 1968.

Seit zehn Jahren betreiben die zwei Rola-Operateure Hupac und Ralpin Angebote auf den Nord-Süd-Achsen. Sie bedienen die Verbindungen zwischen Freiburg im Breisgau und Novara über die Lötschberg-Simplon-Achse sowie zwischen Basel und Lugano über die Gotthard-Achse.

2008 wurden die Strassen-Alpenübergänge um rund 100 000 Camions entlastet, wie das BAV am Dienstag mitteilte. Um ein möglichst attraktives Angebot zu erhalten, werde die Vergabe des Rola-Betriebs international ausgeschrieben. Den Zuschlag erhalte der Anbieter mit den besten Qualitätsmerkmalen.

Laut Hupac-Sprecherin Irmtraut Tonndorf war die Ausschreibung erwartet worden. Es handle sich um einen normalen administrativen Prozess. Die Hupac werde sich an der Ausschreibung beteiligen, sagte sie.

(Quelle: SDA/AP)

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