Wer sich selber heiss findet, friert weniger
Eine Aussage von Cardi B wurde jetzt von der Wissenschaft bestätigt.

Eine Aussage von Cardi B wurde jetzt von der Wissenschaft bestätigt.

Instagram/cardib
Publiziert

Neue StudieWer sich selber heiss findet, friert weniger

Hast du dich auch schon gefragt, wieso manche Frauen selbst bei Minusgraden in dünnen Strumpfhosen durch die Nacht ziehen und scheinbar nicht frieren? Eine neue Studie liefert die Antwort.

von
Johanna Senn

Vor rund sechs Jahren gab Rapperin Cardi B eine ihrer vielen kleinen Lebensweisheiten zum Besten, die viral ging. In einem Video geht sie in einem superkurzen Cut-Out-Kleid durch einen Hotelflur und sagt, ganz in Cardi-Manier: «Es ist kalt draussen, aber ich sehe trotzdem geil aus – denn eine Hoe (auf Deutsch: N***e) friert nie.»

Diese Cardi B’sche Theorie wird jetzt auch von der Wissenschaft bestätigt: Menschen, die stark damit beschäftigt sind, wie sie aussehen, frieren weniger. Das hat eine Studie des «British Journal of Social Psychology» herausgefunden.

Roxanne Felig, eine der Autorinnen der Studie, sagt auf Tiktok: «Wir wollten Cardi Bs Aussage wissenschaftlich testen. Und es ist wahr.» Die Wissenschaftlerin ergänzt: «Cardi sagt eigentlich, dass sie gerade zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, um kalt zu haben.» Das habe mit der sogenannten Objektivierungstheorie zu tun.

Feldstudie vor Nachtclubs

Diese Theorie besage vereinfacht: Wenn sich Frauen sehr darauf fokussieren, wie sie von aussen wahrgenommen werden, stehen ihnen weniger kognitive Ressourcen zur Verfügung, um ihre inneren Zustände und Bedürfnisse zu bewerten. «Wenn Frauen sich in einem Zustand der Objektivierung befinden, nehmen sie ihren Hunger, ihre Herzfrequenz weniger war. Sie können ihre inneren Zustände weniger erkennen.» Das legt für Felig die Überlegung nahe, dass Frauen auch weniger kalt haben könnten, wenn ihre Aufmerksamkeit darauf liegt, wie andere sie wahrnehmen.

Um diese Theorie zu testen, führten die Forschenden eine Feldstudie durch und befragten Frauen, die an kühlen Nächten vor einem Club anstanden, wie oft sie über ihr Aussehen nachdenken und darüber, wie kalt sie gerade haben. Sie kommen zum Schluss: Frauen, deren Selbstobjektivierung hoch war (die also sehr darauf fokussiert waren, wie sie von aussen wahrgenommen werden), hatten kaum kalt. «Egal, wie viel Haut sie zeigten», so Felig.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

7 Kommentare