Aktualisiert 20.05.2007 21:22

Wer sorgt dafür, dass neue Games aufs Handy kommen?

Handys sind Multimediageräte zum Musikhören, Spielen, Videos Anschauen. Und ständig kommen weitere Funktionen dazu. Das schafft neue berufliche Perspektiven für kreative
Köpfe.

Gar noch nicht so lange ist es her, da waren Handys grosse, unhandliche, schwere Geräte. Ein paar kurze Gespräche, dann war der Akku leer. Heute sind Handys klein, leicht, multifunktional und multimedial: Sie sind MP3-Player, Fotoapparat, Organiser und Spielkonsole. Telefonieren ist fast schon Nebensache.

Die zusätzlichen Handy-Funktionen haben neue Berufe geschaffen: «Wir beschäftigen Klingeltonkomponisten, 3-D-Animatoren, Mobile Creative Manager und viele mehr», erklärt Niels Genzmer, Pressesprecher der Jamba! GmbH, Anbieter von Klingeltönen und Handy-Software. «Für die Entwicklung von Klingeltönen, Handy-Spielen und anderen Anwendungen suchen wir kreative Leute, die Ideenreichtum,

Eigeninitiative und Begeisterung mitbringen. Dafür bieten wir ihnen am

Standort Berlin vielfältige Karrieremöglichkeiten im Digital Entertainment, einem der spannendsten Märkte dieses Jahrzehnts.»

Wie wird man aber Gamedesigner und Klingeltonkomponist? Die Hochschule für

Gestaltung und Kunst Zürich bietet einen Bachelor-Studiengang «Interaction Design und Game-Design» an. «Im Game-Design geht es um die Entwicklung und Produktion interaktiver Spiele und Spielkonzepte», erklärt Ulrich Götz, Leiter des Studiengangs. «Das ist ein guter Einstieg in die Designstudios der computerbasierten Unterhaltungsprodukte.»

Einen Bachelor-Studiengang «Digital, Film and Animation» bietet auch das SAE-Institut in Zürich an mit Themen wie 3-D-Animation, 3-D-Rendering und vielem mehr. Im Digital Entertainment haben aber auch Quereinsteiger sehr gute Chancen (s. Kasten). Und wie in nur ganz wenigen Berufen bietet sich hier die Chance, das Hobby, zum Beispiel Musik oder Games, zum Beruf zu machen.

Othmar Bertolosi

Chance für Quereinsteiger

Das Digital Entertainment bietet Quereinsteigern gute Einstiegsmöglichkeiten. Gefragt sind Leute mit ersten Berufserfahrungen, idealerweise in der Internet-, Software- und Medienbranche. Matthias Becht beispielsweise hat Musikwissenschaften und Marketingpolitik studiert und ist heute Teamleiter Audio- und Ringtone-Produktion bei Jamba in Berlin. Die meisten Unternehmen sind international tätig und beschäftigen Mitarbeiter aus aller Welt. «Am Standort Berlin sind Menschen aus mehr als 40 Nationen tätig, darunter auch Schweizer», erklärt Niels Genzmer, Pressesprecher von Jamba. Zu den grossen Vorteilen der Berufe in den neuen Medien gehören Internationalität, vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten in motivierten, kreativen und jungen

Teams sowie interessante und abwechslungsreiche Aufgabengebiete.

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