Rücktritt von Ueli Maurer: Wer tritt die Nachfolge von Ueli Maurer an? Erste Kandidaten äussern sich

Aktualisiert

Rücktritt von Ueli MaurerWer tritt die Nachfolge von Ueli Maurer an? Erste Kandidaten äussern sich

In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz hat Bundesrat Ueli Maurer am Freitag seinen Rücktritt angekündigt. Seither wird über seine Nachfolge spekuliert. Erste Politikerinnen und Politiker haben sich nun geäussert.

von
Justin Arber
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Ueli Maurer hat am Freitag an einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz seinen Rücktritt als Bundesrat bekannt gegeben. Seither wird diskutiert, wer seine Nachfolge antreten könnte.

Ueli Maurer hat am Freitag an einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz seinen Rücktritt als Bundesrat bekannt gegeben. Seither wird diskutiert, wer seine Nachfolge antreten könnte.

20min/Stefan Lanz
Wurde bereits 2015 als Bundesratskandidat vorgeschlagen: Albert Rösti.

Wurde bereits 2015 als Bundesratskandidat vorgeschlagen: Albert Rösti.

20min/Simon Glauser
Die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli hat sich bisher noch gar nicht überlegt, Bundesrätin zu werden, will sich aber vorerst auf die Erneuerungswahlen des Regierungsrates im Februar 2023 konzentrieren.

Die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli hat sich bisher noch gar nicht überlegt, Bundesrätin zu werden, will sich aber vorerst auf die Erneuerungswahlen des Regierungsrates im Februar 2023 konzentrieren.

Andrea Zahler / Tamedia AG

Darum gehts

Zum ersten Mal haben sich die potenziellen Nachfolgerinnen und Nachfolger von Bundesrat Ueli Maurer zu Wort gemeldet. «Ich mache mir Überlegungen, aber da braucht es Gespräche mit meiner Familie und der Partei», sagt etwa SVP-Nationalrat Albert Rösti in der «Samstagsrundschau». Der 55-Jährige ist seit dem Jahr 2011 für die SVP im Nationalrat. Bereits 2015 wurde Albert Rösti als Bundesratskandidat vorgeschlagen, als der Sitz von der zurückgetretenen Eveline Widmer-Schlumpf neu besetzt werden musste. 

Offen ist auch, ob sich die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli für das Amt als Bundesrätin bewerben wird. Von ihrer Seite heisst es lediglich, dass sie sich auf die Erneuerungswahlen im Kanton Zürich fokussiert. Diese finden im Februar 2023 statt. «Ich habe mir bis heute noch gar nie überlegt, für den Bundesrat zu kandidieren, weil ich mich für eine weitere Legislatur als Regierungsrätin bereit erklärt habe. Mein Fokus liegt klar darauf», erläutert sie gegenüber der NZZ am Sonntag.

Ebenfalls offen ist eine Kandidatur der Nationalrätin Esther Friedli. Gegenüber der «NZZ am Sonntag» sagte sie, dass es noch zu früh für ein Ja oder ein Nein zu einer möglichen Kandidatur sei. Der Zuger SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi oder die Obwaldner Nationalrätin Monika Rüegger haben sich bisher noch gar nicht geäussert.

Einige Kandidierende haben bereits abgesagt 

Neben den offenen Kandidaturen gibt es auch bereits Politikerinnen und Politiker, welche nicht für das Amt als Bundesrätin oder Bundesrat kandidieren werden. Neben dem Luzerner Nationalrat Franz Grüter schliesst auch Marcel Dettling, Nationalrat aus dem Kanton Schwyz, eine Kandidatur aus. Er sei im Oktober nächsten Jahres als Wahlkampfleiter der SVP für die Nationalratswahlen engagiert und suche das Amt als Bundesrat deshalb nicht.

Auch Magdalena Martullo-Blocher kandidiert nicht für den Bundesrat, nennt dafür aber keine konkreten Gründe. Und Diana Gutjahr wurde erst kürzlich Mutter, das Amt als Bundesrätin passe deshalb nicht in ihren aktuellen Lebensabschnitt. 

Zuletzt äusserte sich auch der ehemalige Präsident der SVP, Toni Brunner. Gegenüber der NZZ am Sonntag sagt er: «Ich wäre nicht 2018 aus dem Nationalrat zurückgetreten, wenn ich Bundesrat werden wollte.»

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