Aktualisiert 21.04.2005 17:41

Wer über die USA fliegt, muss sich registrieren

Die USA wollen der «Washington Post» zufolge alle ausländischen Fluggesellschaften auch dann zur Offenlegung ihrer Passagierlisten verpflichten, wenn ihre Flugzeuge nicht in den USA landen, sondern US-Territorium nur überfliegen.

Wie bei jenen Flugzeugen, die einen US-Flughafen ansteuern, sollten auch hier die Listen im voraus mit jenen Verzeichnissen abgeglichen werden, auf denen die USA die Namen von Terrorverdächtigen aufgeführt haben, berichtete die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf eine Sprecherin der US-Behörde für Verkehrssicherheit.

Die neue Regelung solle trotz erheblichem Widerstand ausländischer Fluggesellschaften schon in einigen Wochen in Kraft treten, hiess es in dem Bericht.

Auslöser der aktuellen Diskussion war der Zeitung zufolge ein Vorfall Anfang April: Damals habe ein Flugzeug der niederländischen Gesellschaft KLM auf dem Weg von Amsterdam nach Mexiko nicht über die USA fliegen dürfen, weil die Namen zweier Passagiere auf der US- Liste der Terrorverdächtigen gestanden hatten.

Mit solchen teuren Umwegen müssten künftig alle Fluggesellschaften rechnen, die nicht mit den US-Behörden kooperierten, berichtete die Zeitung.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) habe zwar von solchen Plänen in den USA gehört, sei aber von den zuständigen Stellen in Washington bislang nicht informiert worden, sagte ein BAZL-Sprecher am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

(sda)

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