21.10.2020 18:40

Sofort-AlarmWer vom Kanton eine SMS erhält, hat Corona

Der Kanton wendet eine neue Methode an, um die Pandemie einzudämmen: Wer positiv auf Corona getestet wurde, wird zuerst per SMS informiert.

von
Martin Messmer
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Im Kanton Luzern hilft derzeit der Zivilschutz mit beim Contact Tracing. Nun hat das Team ein neues Mittel, um Infizierte sofort zu warnen: Per SMS.

Im Kanton Luzern hilft derzeit der Zivilschutz mit beim Contact Tracing. Nun hat das Team ein neues Mittel, um Infizierte sofort zu warnen: Per SMS.

Kanton Luzern / Twitter
Auf Twitter bedankte sich der Kanton schon früher für die Hilfe der Zivilschützer.

Auf Twitter bedankte sich der Kanton schon früher für die Hilfe der Zivilschützer.

Kanton Luzern / Twitter
Ebenfalls schon vor längerer Zeit hat der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf dazu aufgerufen, die Swisscovid-App zu benutzen.

Ebenfalls schon vor längerer Zeit hat der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf dazu aufgerufen, die Swisscovid-App zu benutzen.

Kanton Luzern / Twitter

Darum gehts

  • Im Kanton Luzern kamen vom 20. auf den 21. Oktober 2020 165 weitere Coronafälle hinzu.

  • Um positiv getestete Personen möglichst schnell zu warnen, erfolgt der Erstkontakt neu per SMS.

  • Die gewarnten Personen müssen sofort in Isolation und beginnen, ihre Kontakte zu warnen.


Die Fallzahlen im Kanton Luzern steigen rasant. Um Betroffene möglichst rasch informieren zu können, wendet sich das Contact Tracing-Team des Kantons Luzern neu zuerst per SMS an positiv Getestete, teilte der Kanton am Mittwoch mit. Bei der automatisch verschickten Nachricht handle es sich um eine Erstinformation. «Diese enthält die Anweisung, sich umgehend in Isolation zu begeben. Zudem werden Betroffene gebeten, nahe Kontaktpersonen selber zu informieren, damit diese vorsorglich in Quarantäne gehen. So rasch wie möglich wird sich ein Teammitglied des Contact Tracings anschliessend telefonisch bei der Indexperson melden und mit ihr das weitere Vorgehen besprechen», heisst es in der Mitteilung weiter.
Automatisierung soll für Entlastung sorgen

Die zusätzliche Meldung per SMS an alle die Betroffenen diene «einzig dazu, sie möglichst rasch zu informieren und dadurch die Ansteckungsketten möglichst früh zu unterbrechen». Deshalb mahnt der Kanton, wie wichtig es ist, korrekte Daten zu erheben. «Fehlerhafte Natelnummern führen dazu, dass Betroffene nicht frühzeitig per SMS kontaktiert werden können.» Um das Contact Tracing weiterhin gewährleisten zu können, seien solche automatisierte Prozesse notwendig.

Kanton sucht Contact Tracer

Das Contact Tracing-Team im Kanton Luzern wird personell massiv aufgestockt. Mit Blick auf die rasch steigenden Fallzahlen werden bis zu 30 Personen eingestellt, teilte der Kanton mit. Die Rekrutierung laufe auf Hochtouren. Sieben Mitglieder des Zivilschutzes seien bis Mitte November weiterhin für einen Einsatz im Contact Tracing zugesichert.


Das Contact Tracing wird derzeit durch den Zivilschutz, die Dienststelle Gesundheit und Sport sowie die Lungenliga Zentralschweiz ausgeführt. Bis Ende Oktober sollen die Teams der Lungenliga und der Dienststelle Gesundheit und Sport zusammengeführt werden.

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