Krönung von Charles III.: Penny Mordaunt war die Schwertträgerin

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Krönung von Charles III.Wer war die Frau mit dem Schwert?

Penny Mordaunt hat als erste Frau eine der grössten Traditionen bei der Krönung von König Charles III. übernommen: Sie war die Schwertträgerin. Im alltäglichen Leben ist sie Politikerin.

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Penny Mordaunt zog bei der Krönung von König Charles III. alle Blicke auf sich.

Penny Mordaunt zog bei der Krönung von König Charles III. alle Blicke auf sich.

via REUTERS
Die 50-Jährige war bei der Zeremonie in der Westminster Abbey die Schwertträgerin.

Die 50-Jährige war bei der Zeremonie in der Westminster Abbey die Schwertträgerin.

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Während des Gottesdienstes segnete der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, das Schwert, welches von Mordaunt anschliessend an König Charles III. übergeben wurde.

Während des Gottesdienstes segnete der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, das Schwert, welches von Mordaunt anschliessend an König Charles III. übergeben wurde.

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Darum gehts

  • Bei der Krönung von Charles III. (74) am Samstag hatte Penny Mordaunt eine besondere Rolle inne.

  • Die 50-Jährige war die Schwertträgerin. 

  • Eigentlich ist sie Führerin des britischen Unterhauses im alltäglichen Leben.

Am Samstag wurden König Charles III. (74) und Königin Camilla (75) offiziell gekrönt. Bei der Zeremonie spielte eine Frau eine ganz besondere Rolle: Penny Mordaunt. Sie war die Schwertträgerin, die alle Blicke auf sich zog. Die Vorsitzende des Kronrats Privy Council, einem Gremium von Beratern des Königs, dem hochrangige gewählte Politikerinnen und Politiker sowie hohe Beamte angehören, kaufte symbolisch das juwelenbesetzte Staatsschwert für 100 neu geprägte 50-Pence-Münzen mit dem Konterfei des Königs ab. Es war das erste Mal, dass die Waffe von einer Frau getragen und dem Monarchen überreicht wurde.

Während des Gottesdienstes segnete der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby (67), das Schwert, welches von Penny Mordaunt anschliessend an König Charles III. übergeben wurde. Die Waffe gehört zu den britischen Kronjuwelen und wurde im Jahr 1821 für die Krönung von König George IV. hergestellt. Aufgrund seines mit Diamanten, Rubinen und Smaragden besetzten Griffs und seiner Scheide mit juwelenbesetzten Rosen, Disteln und Kleeblättern gilt es als schönstes Schwert der Welt. 

«Ich war so geehrt, zusammen mit Tausenden anderen, die ihren Teil dazu beigetragen haben, Teil der Krönung zu sein. Mir ist sehr bewusst, dass unsere Streitkräfte, Polizisten und andere Personen im Rahmen der Zeremonie stundenlang marschierten oder gestanden sind», schrieb sie anschliessend auf Instagram in ihrem Post. Und fügt an: «Im Vergleich dazu war meine Arbeit eher einfacher. Ein grosses und herzliches Dankeschön an alle, die dies so bemerkenswert gemacht haben.»

Penny Mordaunt wollte Premierministerin werden

Im alltäglichen Leben ist Mordaunt Politikerin bei der konservativen Tory-Partei und war unter Premierministerin Theresa May (66) Entwicklungs- und dann Verteidigungsministerin. 2019 trat die 50-Jährige jedoch zurück, als Boris Johnson (58) zum Premierminister ernannt wurde. 

Erst letztes Jahr versuchte sie Parteichefin und damit Premierministerin zu werden, doch sie scheiterte zwei Mal. Momentan ist sie Führerin des britischen Unterhauses und wurde vergangenen September von Premierministerin Liz Truss (47) zur Vorsitzenden des Kronrates gemacht. Im Vorfeld gab die Tory-Politikerin gegenüber dem US-Portal «Politico» an: «Es wird spektakulär, es wird wunderbar, und eine Sache, die das ganze Land sehr stolz machen wird.»

Hast du die Krönung verfolgt?

Charles’ Krönungszeremonie beinhaltete fünf Staatsschwerter 

Insgesamt wurden fünf Staatsschwerte für die Krönung aus dem Tower of London geholt: Neben dem besagten «Jewelled Sword of State» spielte auch «Das grosse Staatsschwert» mit einer Gesamtlänge von 128,5 Zentimeter eine Rolle. Es wurde dem Monarchen zwischen der Salbung und der eigentlichen Krönung überreicht.

Zudem waren «Das Schwert der Barmherzigkeit», «Das Schwert der spiritualen Gerechtigkeit» und «Das Schwert der richterlichen Gerechtigkeit» in der Kirche mit dabei.

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