Strassenverkehr: Wer wenig sieht, muss häufiger zum Arzt
Aktualisiert

StrassenverkehrWer wenig sieht, muss häufiger zum Arzt

Auto- oder Motorradfahrer mit einer fortschreitenden Augenkrankheit sollen künftig regelmässig zum Arzt gehen müssen. Die neuen Anforderungen an Fahrzeuglenker seien aber nicht strenger, nur präziser, meint der Bund.

Neu sollen auch Fahrschüler, die den summarischen Sehtest beim Optiker oder Arzt nicht bestehen, künftig auch noch zur augenärztlichen Untersuchung gehen. Mit diesen und weiteren Anpassungen der Verkehrszulassungsverordnung (VZV) will das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die gesundheitlichen Mindestanforderungen für Fahrzeuglenker den EU-Standards anpassen. Zum Teil entsprechen die heute geltenden Normen nämlich nicht mehr dem Stand der Wissenschaft.

Ausserdem sollen künftig LKW- und Reisecar-Lenker dieselben medizinischen Anforderungen erfüllen müssen. Heute gelten drei verschiedene Anforderungskataloge für Auto, LKW und Car.

Insgesamt seien die neuen Anforderungen nicht strenger, aber präziser formuliert, teilte das ASTRA am Dienstag mit. Erfülle eine Person die bisherigen, nicht mehr aber die neuen Anforderungen, so könne sie den Ausweis behalten, wenn sie nicht durch medizinische Probleme beim Autofahren auffalle. Die geplante Revision der VZV geht bis Ende Juni in Vernehmlassung. (sda)

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