Wie Dagobert Duck: Wer will einen Pool voller Fünfräppler?
Aktualisiert

Wie Dagobert DuckWer will einen Pool voller Fünfräppler?

Ein Schweizer Safe gefüllt mit 8 Millionen Fünfräpplern steht derzeit zum Verkauf. Mehrere Interessenten haben bereits Offerten für das goldene Schwimmbecken eingereicht.

von
Vroni Fehlmann

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was mit den Fünfräpplern passiert ist, die die im Oktober auf dem Bundesplatz als Werbung für das Grundeinkommen angehäuft wurden? Damit wurde ein aussergewöhnliches Schwimmbecken gefüllt – einen Tresorraum der ehemaligen Schweizer Volksbank aus dem Jahr 1912, der sich derzeit im Basler Unternehmen Mitte befindet. Dort schlummern sie jetzt - und warten auf einen Käufer, der in Geld baden will. Denn die Initianten wollen den mobilen Tresorraum mitsamt den 8 Millionen Geldstücken veräussern - als «Banksafe-Swimming-Pool».

Wie es sich anfühlt, in einem «Meer» von Fünfräpplern zu baden, kann Enno Schmidt, Mitinitiant der Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommmen gleich selber beschreiben: «Es fühlt sich überraschend weich an. Man kommt aber nicht unbedingt in einen Geldrausch, weil es ja Fünfräppler sind.» Es gehe aber auch nicht um das Geld selbst, sondern um die Ästhetik des Ganzen. Trotzdem scheint es, als wolle sich niemand die Gelegenheit nehmen lassen: «Es waren schon viele von uns im Tresor schwimmen.»

Initianten hoffen auf private Käufer

Der Verkauf des 9 Meter langen und knapp 5 Meter breiten Tresorraums, der an sich schon ein Kunstwerk ist, ist schon seit längerem geplant. Mit dem Luxushändler «James Edition» haben die Initianten schliesslich vereinbart, das Stück gefüllt mit 15 Tonnen Fünfräpplern zu verkaufen. Seit dem 26. November ist das neu geschaffene Kunstobjekt deshalb auf dem Markt. «Es gibt schon mehrere Interessenten», erklärt Schmidt. Man werde nun mit potenziellen Käufern verhandeln. Genaue Zahlen wollte Schmidt nicht nennen, der Wert des gefüllten Swimming Pools wird aber auf mehrere Millionen Franken geschätzt. Die Fünfräppler alleine haben einen Wert von 400'000 Franken.

Mit dem Erlös aus dem Verkauf werden die Initianten des Bedingungslosen Grundeinkommens ihre Abstimmungskasse füllen.

«Ziel ist es, die Fünfräppler nun für einmal in einen anderen Kontext zu bringen», erklärt Schmidt. Man könnte sie auch zurückgeben oder an eine Kunstausstellung vermitteln. Schmidt hofft allerdings, dass der Tresor in private Hände kommt. «Der Tresor muss nicht zwingend in der Schweiz bleiben, es ist durchaus möglich, dass er auch ins Ausland geht.» Der Tresor kann an jeden Ort der Welt transportiert werden. Die Fünfräppler, die symbolisch für das bedingungslose Grundeinkommen stehen, sollen aber nicht irgendeinen Käufer finden: «Es gab auch Interessenten, die für uns nicht in Frage kamen», so Schmidt. «Die Fünfräppler sind nicht nur für einen Teil der Gesellschaft da.»

So sieht es im Innern des Tresors aus:

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