Start der Bundesliga: Wer wird Meister, wer steigt ab, und was machen die Schweizer?
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Start der BundesligaWer wird Meister, wer steigt ab, und was machen die Schweizer?

Am Freitag beginnt die Bundesliga. Favorit ist ganz klar der Serienmeister Bayern München, und einige Schweizer werden eine grosse Rolle spielen.

von
Etienne Sticher
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Können die Bayern den neunten Titel hintereinander gewinnen?

Können die Bayern den neunten Titel hintereinander gewinnen?

Foto: Alexandre Simoes (Getty)
Oder kann Dortmund die Serie durchbrechen?

Oder kann Dortmund die Serie durchbrechen?

Foto: Alexandre Simoes (Getty)
Bielefeld muss hart um jeden Punkt kämpfen: Der Aufsteiger ist Abstiegskandidat.

Bielefeld muss hart um jeden Punkt kämpfen: Der Aufsteiger ist Abstiegskandidat.

Foto: Mario Hommes (Getty)

Darum gehts

  • Am Freitag startet die neue Bundesliga-Saison.
  • Favorit sind die Bayern, die den neunten Titel in Serie anstreben.
  • Als erster Verfolger gilt Borussia Dortmund.
  • Die beiden Aufsteiger Bielefeld und Stuttgart müssen um den Ligaerhalt kämpfen.
  • Mit Sommer, Bürki, Akanji, Zakaria und Elvedi sind mehrere Schweizer gesetzt.

In der leeren Allianz Arena empfängt der FC Bayern München am Freitagabend Schalke 04 zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison (Ab 20 Uhr hier im Livestream). Zuvor beantworten wir die wichtigsten Fragen zur neuen Saison und wagen ein paar Prognosen.

Wer wird Deutscher Meister 2021?

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Der gewohnte Anblick: Alles andere als der neunte Titel in Folge wäre für die Bayern eine Enttäuschung. 

Der gewohnte Anblick: Alles andere als der neunte Titel in Folge wäre für die Bayern eine Enttäuschung.

Foto: Kai Pfaffenbach (Keystone/dpa)
Wollen sich nicht wieder hinter den Bayern einreihen: Dortmund gilt als erster Verfolger des Serienmeisters.

Wollen sich nicht wieder hinter den Bayern einreihen: Dortmund gilt als erster Verfolger des Serienmeisters.

Foto: Alexandre Simoes (Getty)
Wer erzielt die Tore, jetzt da Werner weg ist? Will Leipzig wieder um den Titel mitspielen, braucht es darauf eine Antwort.

Wer erzielt die Tore, jetzt da Werner weg ist? Will Leipzig wieder um den Titel mitspielen, braucht es darauf eine Antwort.

Foto: Andy Rain (Keystone)

Triple-Gewinner und Serienmeister Bayern München ist – grosse Überraschung – auch in dieser Saison der klare Favorit. Das Team von Hansi Flick hatte zwar wegen des Champions-League-Finals eine kürzere Sommerpause und Vorbereitungsphase als die Konkurrenz, doch das Star-Ensemble sollte dies verkraften können, ebenso wie die Abgänge von Thiago, Coutinho und Perisic. Mit Leroy Sané konnten sich die Bayern im Angriff noch zusätzlich verstärken.

Als erster Bayern-Verfolger gilt wiederum Borussia Dortmund. Der letztjährige Zweite rüstete sein Kader mit weiteren jungen Talenten auf und musste nur einen gewichtigen Abgang, jenen von Aussenverteidiger Achraf Hakimi, hinnehmen.

Mit RB Leipzig gehört auch der Dritte der letzten Saison zu den Favoriten – falls die Sachsen Tore schiessen. Denn mit Timo Werner gaben sie ihren besten Stürmer ab. Der deutsche Nationalspieler war für 28 Tore und 6 Assists verantwortlich.

Das vierte Team, das man auf der Rechnung haben muss, ist Borussia Mönchengladbach. Die Gladbacher wurden in der letzten Saison zwar nur Vierte, ganz knapp hinter Leipzig, konnten aber ihre Leistungsträger halten.

Wer befindet sich in Abstiegsgefahr?

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Werden wohl in der Saison 2020/21 seltener jubeln: Die Spieler von Arminia Bielefeld feiern den Aufstieg, doch jetzt geht es darum, den Ligaerhalt zu sichern.

Werden wohl in der Saison 2020/21 seltener jubeln: Die Spieler von Arminia Bielefeld feiern den Aufstieg, doch jetzt geht es darum, den Ligaerhalt zu sichern.

Foto: Alex Gottschalk (Getty)
Traditionsclub muss kämpfen: Auch der VfB Stuttgart gilt als Abstiegskandidat.

Traditionsclub muss kämpfen: Auch der VfB Stuttgart gilt als Abstiegskandidat.

Foto: Alexander Scheuber (Getty)
Blieb nur knapp in der 1. Bundesliga: Werder Bremen schaffte den Klassenerhalt in der letzten Saison im Relegationsspiel. Gelingt es dieses Jahr früher?

Blieb nur knapp in der 1. Bundesliga: Werder Bremen schaffte den Klassenerhalt in der letzten Saison im Relegationsspiel. Gelingt es dieses Jahr früher?

Foto: Alex Grimm (Getty)

Aufsteiger Arminia Bielefeld findet sich aktuell auf dem ersten Rang wieder. Dies aber nur, da noch kein Spiel absolviert wurde und die Rangliste deshalb alphabetisch ist. Schon bald wird sich der Aufsteiger aber am unteren Ende der Tabelle befinden. Bielefeld gilt als Abstiegskandidat und muss um jeden Punkt kämpfen.

Auch der VfB Stuttgart, der zweite Aufsteiger, wird sich auf den Abstiegskampf konzentrieren müssen. Er stellt das jüngste Team mit einem Durchschnittsalter von 23,8 Jahren. Für Stabilität sollen einige Routiniers sorgen.

In der letzten Saison schaffte Werder Bremen dank der Auswärtstore-Regel den Klassenerhalt mit Ach und Krach. Auch dieses Jahr werden die Bremer am unteren Tabellenende zu finden sein.

Welche Schweizer werden zu Einsätzen kommen?

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Gute Laune im Trainingslager: Denis Zakaria und Breel Embolo werden bei Gladbach eine wichtige Rolle spielen.

Gute Laune im Trainingslager: Denis Zakaria und Breel Embolo werden bei Gladbach eine wichtige Rolle spielen.

Foto: Mario Hommes (Getty)
Schweizer Power gegen Tore: Auch in der Abwehr und im Tor setzen die Gladbacher mit Nico Elvedi und Yann Sommer auf Söldner aus dem Nachbarland.

Schweizer Power gegen Tore: Auch in der Abwehr und im Tor setzen die Gladbacher mit Nico Elvedi und Yann Sommer auf Söldner aus dem Nachbarland.

Foto: Getty
Auch Borussia Dortmund will mit Schweizern Tore verhindern: Roman Bürki hütet das Tor, Manuel Akanji steht in der Innenverteidigung.

Auch Borussia Dortmund will mit Schweizern Tore verhindern: Roman Bürki hütet das Tor, Manuel Akanji steht in der Innenverteidigung.

Foto: Getty

17 Schweizer stehen aktuell bei Bundesliga-Vereinen unter Vertrag. Dies ist aber noch lange keine Garantie für Einsatzminuten. Einige Söldner sind ganz klar gesetzt, andere müssen um jeden Kurzeinsatz kämpfen.

Yann Sommer, Nico Elvedi und Denis Zakaria sind bei Gladbach klare Leistungsträger und werden mit grösster Wahrscheinlichkeit am Samstag in der Startformation stehen. Auch Breel Embolo konnte sich in der letzten Saison zum Stammspieler entwickeln. Sein Einsatz ist aber wegen einer Blessur noch fraglich. Michael Lang wird wohl eher keine gewichtige Rolle spielen. Während seiner Leihe bei Werder Bremen konnte er nicht überzeugen und musste deshalb nach Gladbach zurückkehren.

Auch beim Gegner von Gladbach, der Borussia Dortmund, spielen Eidgenossen eine wichtige Rolle. Das Tor wird von Roman Bürki gehütet, in der Abwehr wird Manuel Akanji zum Einsatz kommen. Er ist neben Mats Hummels der einzige einsatzbereite Innenverteidiger, der dem Schweizer Trainer Lucien Favre zur Verfügung steht. Der dritte Schweizer, Marwin Hitz, wird wohl wiederum nur im DFB-Pokal zum Einsatz kommen.

Beim VfL Wolfsburg werden mit Renato Steffen, Kevin Mbabu und Admir Mehmedi, der in der Europa-League-Qualifikation bereits ein Tor erzielt hat, gleich drei Schweizer zu vielen Einsatzminuten kommen. Gemeinsam kamen sie in der letzten Saison auf 75 Einsätze in der Bundesliga.

Djibril Sow konnte seinen Wert bei der Eintracht Frankfurt bereits in der letzten Saison beweisen. Neuverpflichtung Steven Zuber will es seinem Landsmann nun gleichtun. Auch Gregor Kobel, Goalie beim VfB Stuttgart, will den Verantwortlichen beweisen, dass seine fixe Übernahme gerechtfertigt war.

Auch bei Mainz (Edimilson Fernandes), Augsburg (Ruben Vargas) und Bielefeld (Cédric Brunner) werden Schweizer Söldner mit grosser Wahrscheinlichkeit zu vielen Einsätzen kommen. Mit Urs Fischer (Union Berlin) ist auch an der Seitenlinie ein weiterer Schweizer vertreten.

(DPA)

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