Was will uns David Degen sagen?: «Werde alles unternehmen, dass der FCB zu alter Stärke zurückkehrt»
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Was will uns David Degen sagen?«Werde alles unternehmen, dass der FCB zu alter Stärke zurückkehrt»

Bernhard Burgener gegen David Degen – der Showdown um die Zukunft des FC Basels geht in die Entscheidung. Am Mittwoch äussert sich Degen auf Instagram zum FCB.

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Der Machtkampf  zwischen Bernhard Burgener und David Degen läuft weiterhin auf Hochtouren. 

Der Machtkampf zwischen Bernhard Burgener und David Degen läuft weiterhin auf Hochtouren.

Benjamin Soland/Blick/freshfocus
Degen hat sich am Mittwoch auf Instagram geäussert: «Ich werde alles unternehmen, dass der FCB zu alter Stärke zurückkehrt.»

Degen hat sich am Mittwoch auf Instagram geäussert: «Ich werde alles unternehmen, dass der FCB zu alter Stärke zurückkehrt.»

Instagram
Bereits am Dienstag postete er eine Story, die bei den FCB-Anhängern Hoffnung weckte.

Bereits am Dienstag postete er eine Story, die bei den FCB-Anhängern Hoffnung weckte.

Instagram

Darum gehts

  • David Degen hat sich auf Instagram gemeldet.

  • Das Statement des ehemaligen Spielers klingt für FCB-Fans vielversprechend.

  • Der Machtkampf mit dem aktuellen FCB-Boss Burgener läuft weiter.

Wer gewinnt den Machtkampf um den FC Basel? Der aktuelle FCB-Boss Bernhard Burgener oder der ehemalige FCB-Star David Degen? Vieles deutet darauf hin, dass die Entscheidung in Kürze fallen wird. Burgener hat eine Kaufofferte für seine Anteile an der FC Basel Holding AG auf dem Tisch. Die Offerte der Briefkastenfirma Basel Dream & Vision AG beläuft sich auf rund 16 Millionen Franken und setzt damit Degen unter Zugzwang. Der frühere Mittelfeldspieler muss bis Ende März ein gleichwertiges Angebot abgeben, um nicht den Zugriff auf die FCB-Aktien zu verlieren. Denn: Degen, der aktuell bereits zehn Prozent der FC Basel Holding AG besitzt, hat ein Vorkaufsrecht auf den Erwerb weiterer Aktien.

Der frühere FCB-Star ist entschlossen dieses Recht zu nutzen, soll die finanziellen Mittel beisammen haben und sein Angebot gar schon bei Burgener platziert sein. Dazu passen Fotos von «Nau», die David Degen am Mittwoch beim Büro von Bernhard Burgener in Pratteln zeigen. Der Machtkampf wäre damit aber noch nicht entschieden. Der Verwaltungsrat muss einen Aktienverkauf absegnen – egal von welchem Käufer.

Captain Kasami likte Degens Liebeserklärung an den FCB

David Degen selber hielt sich in den letzten Wochen öffentlich bedeckt, meldete sich aber am Mittwochmorgen auf Instagram zu Wort: «Ich habe beim FC Basel die schönste Zeit meines Lebens verbracht. Ich bin in Basel aufgewachsen und ich werde alles unternehmen, dass der FCB zu alter Stärke zurückkehrt.» So wie früher, als er noch die Shirts des FCB tragen durfte. Dazu den Hashtag: MiStadtMiClub. Geliked wurde der Instagram-Post auch von aktuellen FCB-Spielern – darunter etwa der aktuelle Captain Pajtim Kasami. Mittlerweile hat Kasami dies wieder entfernt.

Ist Degen schon bald der Boss beim FC Basel? Für die FCB-Fans dürfte seine Nachricht auf Social Media vielversprechend klingen. Für sie ist Degen der Hoffnungsträger. «Er ist der Einzige, der den FCB vor diesem Szenario bewahren kann», schrieb die Muttenzerkurve kürzlich im Aufruf zur FCB-Demo, bei der rund 6000 Personen vor dem St. Jakob-Park teilgenommen und unter anderem auch gegen Burgener demonstriert haben.

Centricus soll bis zu 200 Millionen investieren

Das Szenario, vor dem sich die FCB-Fans fürchten, heisst Centricus: Ein Vermögensverwalter aus London, der rund 27 Milliarden Franken Vermögen verwaltet und gute Beziehungen zu saudi-arabischen Anlegern hat. Seit Monaten wird Centricus immer wieder als möglicher FCB-Investor ins Spiel gebracht. Am Montag wurde im Handelsregister ersichtlich, dass Halil Emecen neu im Verwaltungsrat der Basel Dream & Vision AG ist. Emecen war als Berater der Firma Centricus tätig.

Der Einstieg von Centricus wird als finanztechnischer Griff Burgeners in die Trickkiste gedeutet, um David Degen aus dem FCB zu drängen und ausländisches Geld in den Klub zu pumpen. Gemäss Informationen der «Sonntagszeitung» sollen bis zu 200 Millionen Franken über die nächsten vier Jahre in Aussicht gestellt werden. Gewinnt Degen den Machtkampf, ist nicht nur das Thema Centricus für den FCB erledigt, sondern auch die Ära Bernhard Burgener.

(wed)

Deine Meinung

55 Kommentare
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Jürg N.

25.03.2021, 10:43

Jürg N. Alles steht und fällt mit dem sportlichen Erfolg. Da dieser seit geraumer Zeit ausbleibt, entstehen naturgemäss Diskussionen um den Trainer und den Vorstand. Der Vorstand hat mit miserabler Kommunikation und fragwürdigen Entscheiden (Beurlaubung Stocker, bedingungsloses Festhalten an Sforza) den Unmut vieler Fans auf sich gezogen und sich zur Zielscheibe gemacht. Es ist verständlich, dass Änderungen gefordert werden und mit David Degen steht ein ehemaliger Spieler, welcher erst noch aus der Region stammt, bereit. Alles wunderbar? Ich denke Nein. Einen Club zu kaufen und einen Verein erfolgreich zu führen sind zwei Paar Schuhe. Auch Marco Streller machte die Erfahrung, dass die Teppichetage glitschiger sein kann als ein nasser Rasen. Falls David Degen den Verein übernimmt, hoffe ich, dass er erfahrene und kompetente Leute mit ins Boot nimmt und ihnen die notwendigen Entscheidungsfreiheiten und Kompetenzen zugesteht.

Dan Name schon vergeben

25.03.2021, 09:20

So schwer ist das nicht. Schmeiss den Sforza und den Burgener raus.

Tino T.

25.03.2021, 04:12

Degen ist neben Streller und Frei der nächste, der davon träumt beim FC Basel wie Rummenigge und Hoeness zu sein. Aber leider hat auch er nicht das intellektuelle Rüstzeug dafür. Und Geld alleine hilft nur in einer Übernahmephase.