Aarau-Trainer Keller vor Aufstieg: «Werde dafür arbeiten, dass die Fans meinen Namen noch lauter singen»
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Aarau-Trainer Keller vor Aufstieg«Werde dafür arbeiten, dass die Fans meinen Namen noch lauter singen»

Aarau benötigt nur noch einen Punkt zur Rückkehr in die Super League. Während FCA-Trainer Keller den Ball flach hält, gibt man in Schaffhausen die Hoffnung nicht auf.

von
Florian Gnägi

Der FC Aarau stösst mit einem Sieg in Schaffhausen das Tor zur Super League weit auf.

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Was waren das für emotionale Bilder, als sich die Aarauer kurz nach dem Schlusspfiff in Schaffhausen vor den zahlreich mitgereisten Fans in der Wefox Arena feiern liessen. Eine Szenerie, die wirkte, als ob man im Rüebliland die Rückkehr in die Super League nach sieben Jahren in der Zweitklassigkeit schon vollbracht habe.

Noch fehlt Aarau aber ein Punkt im Heimspiel gegen Vaduz am kommenden Wochenende, wenn die Konkurrenz gleichzeitig ihre Hausaufgaben erledigt. FCA-Trainer Stephan Keller weigerte sich am Samstag, vorzeitige Glückwünsche anzunehmen, nahm aber sehr wohl zur Kenntnis, dass die Aarau-Fankurve nach dem 1:0-Erfolg im Schaffhausen-Showdown seinen Namen inbrünstig skandierte.

«Schaffhausen ist das beste Team der Liga»

«Ich werde dafür arbeiten, dass sie nächste Woche meinen Namen noch lauter und länger singen», so Keller, der nach dem kapitalen Sieg beim bisherigen Spitzenreiter davon sprach, «die beste Mannschaft der Liga» besiegt zu haben.

Eine Meinung, die auch Schaffhausen-Goalie Francesco Ruberto teilt. «Wir haben immer gewusst, dass wir das stärkste Team der Challenge League sind, gegen Aarau hats jetzt halt leider nicht geklappt», meint der Keeper. Wie Ruberto will auch FCS-Trainer Martin Andermatt nichts von plötzlicher Schaffhauser Nervosität im Aufstiegsrennen wissen. «Wir haben sowieso immer nur auf uns geschaut und werden das jetzt weiter tun», so der frühere YB-Coach.

«Noch ein Spiel, dann hoffentlich Super League»

Die Devise für Schaffhausen in der letzten Runde ist klar: Beim Auswärtsspiel gegen Lausanne-Ouchy muss ein Sieg her und dann heisst es hoffen, dass Winterthur bei Absteiger Kriens unerwarteterweise Punkte liegen lässt, um zumindest noch auf den Barrage-Platz zu rutschen. 

Für Aarau ist hingegen alles angerichtet, um nach 2015 wieder ins Oberhaus zurückzukehren und auch um die Barrage-Schmach von 2019 wiedergutzumachen, als man gegen Xamax einen 4:0-Sieg aus dem Hinspiel noch verspielte.

Dass es aber nicht ganz einfach ist, als Spitzenreiter zu agieren, wissen die Aarauer aus Erfahrungen in der aktuellen Saison nur zu gut. Der Siegtorschütze gegen Schaffhausen, Randy Schneider, meint etwa: «Man hat doch immer etwas Druck, wenn man vorne der Gejagte ist. Jetzt ist es aber nur noch ein Spiel und dann sind wir hoffentlich in der Super League.» 

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