Michael Lang: «Werden nicht mehr aus eigener Kraft Meister»
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Michael Lang«Werden nicht mehr aus eigener Kraft Meister»

Die Enttäuschung beim FCB nach dem 1:1 gegen YB ist gross. Gemäss Verteidiger Michael Lang fühlt es sich wie eine Niederlage an.

von
E. Tedesco
Basel

So sicher konnte man sich über die Ernsthaftigkeit dieser Aussage des Basler Rechtsverteidigers kurz nach dem Unentschieden im Gipfeltreffen dann doch nicht sein. Wo der Aussenverteidiger Recht hatte, ist, dass es dem FC Basel in der aktuellen Meisterschaft zweimal nicht gelungen ist, YB zu bezwingen. Das erste Duell ging beim Saisonauftakt in Bern 0:2 verloren.

Am Sonntagnachmittag ging der FCB wesentlich besser ans Werk, war optisch überlegen und ging durch Serey Die (57.) auch verdient in Führung. Aber der FCB brachte den Vorsprung nicht über die Zeit. Statt die Differenz von sieben auf vier Zähler zu reduzieren, bleibt sie bei 7 Punkten.

Die Enttäuschung war den Baslern anzusehen, sie sprachen alle von zwei verlorenen Punkten. 20 Minuten sprach mit Verteidiger Michael Lang über eine gefühlte Niederlage.

Michael Lang, fühlt sich das Remis nicht eher nach einer Niederlage an?

Michael Lang: Doch, es fühlt sich nicht nach einem gewonnen Punkt an, sondern nach zwei verlorenen.

Woran lag es, dass der FCB den Sieg nicht über die Zeit bekam?

Sicher daran, dass wir gegen einen starken Gegner gespielt haben. Aber nach dem 1:0 haben wir zu wenig Fussball gespielt. Wenn wir in Führung gehen, sollten wir diese irgendwie über die Zeit bringen, oder zumindest mehr für Entlastung sorgen. Das haben wir nicht geschafft. Nach dem 1:1 zu reagieren, ist immer dumm.

Es wurde das erwartet intensive Spiel?

Genau. Weil wir gegen einen Gegner gespielt haben, der immer wieder auf Konter lauert, der über schnelle Spieler verfügt. Aber das haben wir gewusst und ihr Spiel gut unterbunden – die meiste Zeit zumindest. Die letzte englische Woche war für beide Mannschaften sehr intensiv. Deshalb hat am Ende vielleicht die Kraft gefehlt, und die Präzision aus der ersten Halbzeit.

Ein schwacher Trost ist, dass der Abstand zum Leader zumindest gleichgeblieben ist.

Das ist, wenn überhaupt, ein sehr schwacher Trost. Wir wollten bis auf vier Punkte an YB herankommen und das haben wir nicht geschafft. Jetzt können wir nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden, weil wir nun nur noch zweimal gegen die Berner spielen. Aber die Saison ist noch lang. Wie gesagt: Trost ist das keiner, denn wir wollten zu Hause unbedingt gewinnen.

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