Nach Debakel gegen Athen: Werder-Manager Allofs kündigt Konsequenzen an
Aktualisiert

Nach Debakel gegen AthenWerder-Manager Allofs kündigt Konsequenzen an

Werder Bremen steht nach der 0:3-Heimpleite in der Champions League gegen Panathinaikos Athen mit dem Rücken zur Wand. Die deutsche Presse reagierte mit harten Worten und auch intern knistert es bereits gewaltig: Manager Allofs droht den «Versagern» mit dem Rausschmiss.

«Das war nicht Werder Bremen. Wir müssen uns bei den Zuschauern entschuldigen», erklärte Bremens Manager Klaus Allofs unmittelbar nach Spielschluss. Der norddeutsche Traditionsverein wurde an diesem Abend seinen Ansprüchen überhaupt nicht gerecht. Sang- und klanglos ging man gegen Panathinaikos Athen mit 0:3 unter. Ideen- und leidenschaftslos verspielte das Team von Trainer Thomas Schaaf die grosse Chance, sich eine ausgezeichnete Ausgangslage für die Achtelfinal-Qualifikation zu schaffen. Mit drei Punkten aus vier Spielen liegt Werder in der Gruppe B auf dem letzten Platz. Da aber auch die anderen Teams immer wieder patzern, hat Werder weiterhin die Möglichkeit, unter die letzten sechzehn vorzustossen.

Trotzdem will Manager Allofs nicht so einfach zum Tagesgeschäft zurückkehren. «Wir sind in einer Krise. Viele Dinge, die wir über eine lange Periode gut gemacht haben, machen wir im Moment nicht gut», so Allofs frustriert. So soll es nicht weitergehen und deshalb will der Manager nun handeln. Für einmal steht aber nicht der Trainer im Zentrum der Kritik, sondern die Spieler sollen für ihre schlechten Leistungen den Kopf selbst hinhalten. «Es ist jetzt nicht so, dass wir die halbe Mannschaft rausschmeissen werden, aber wir werden uns überlegen, wer noch zu uns passt und wer nicht», erklärte Allofs gegenüber «Eurosport».

Transfer-Fehler schnell korrigieren

In der Winterpause könnte es für einige Werder-Spieler also unangenehm werden. Der eine oder andere muss wohl seinen Hut nehmen. Von der sportlichen Leitung wurde die Qualität des Kaders zwar immer wieder betont, in dieser Saison blieb aber vor allem die Defensive einiges schuldig. Und Allofs, dem die Enttäuschung gestern nach dem Desaster ins Gesicht geschrieben stand, sieht sich auch deshalb gezwungen zu reagieren. Zusammen mit dem Trainer hatte er in der Vergangenheit des öfteren ein glückliches Händchen bei Transfers. Die Fehler von diesem Jahr will er nun so schnell wie möglich korrigieren.

(pre)

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