Geld von der Billag?: Wermuth will Jugendsender Joiz retten

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Geld von der Billag?Wermuth will Jugendsender Joiz retten

Der Schweizer TV-Sender Joiz muss seinen Betrieb einstellen, 75 Mitarbeiter dürften ihren Job verlieren. Nun eilt SP-Nationalrat Cédric Wermuth zu Hilfe.

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bee
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Wird es bald nicht mehr geben: Die Büro-Räumlichkeiten des Senders Joiz in Zürich. (Archivbild)

Wird es bald nicht mehr geben: Die Büro-Räumlichkeiten des Senders Joiz in Zürich. (Archivbild)

Keystone/Christian Beutler
Gülsha Adilji verliess den Jugendsender bereits Ende letzten Jahrs. (Archivbild) Bild: tilllate.com

Gülsha Adilji verliess den Jugendsender bereits Ende letzten Jahrs. (Archivbild) Bild: tilllate.com

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Auch Mike Pelzer und Julian Thorner kündigten letztes Jahr: Hier Pelzer bei der Moderation der Sendung «Living Room». (Archivbild)

Auch Mike Pelzer und Julian Thorner kündigten letztes Jahr: Hier Pelzer bei der Moderation der Sendung «Living Room». (Archivbild)

Keystone/Christian Beutler

Nach gerade einmal fünf Jahren stellt das Jugendfernsehen Joiz seine Sendungen in der Schweiz ein. Der Verwaltungsrat musste wegen Überschuldung die Bilanzen der beiden Schweizer Firmen Joiz Schweiz AG und Joiz IP AG beim Konkursgericht Zürich deponieren. 75 Mitarbeitende sind von der Schliessung betroffen.

Nun eilt SP-Nationalrat Cédric Wermuth (30) der Joiz-Crew zu Hilfe. Sein Plan: Der Privatsender soll im sicheren öffentlich-rechtlichen Hafen ankern. Für den ehemaligen Juso-Chef ist der Werbemarkt in der Schweiz für ein solches Unternehmen schlicht und einfach zu klein, deshalb brauche es andere Finanzierungsmöglichkeiten.

Wie der «SonntagsBlick» schreibt, kann sich Wermuth vorstellen, den Sender unter dem Dach der SRG weiterlaufen zu lassen. Auch eine teilweise oder vollständige Finanzierung aus Billag-Gebühren hält er für möglich.

Vorstoss in der Herbstsession

Einen entsprechenden parlamentarischen Vorstoss reicht Wermuth in der kommenden Herbstsession ein. Wermuth verlangt vom Bundesrat, im Detail zu prüfen, wie der Sender künftig weitergeführt werden könne.

«Der Schweiz geht mit der Schliessung von Joiz ein äusserst innovatives Projekt verloren», bedauert der Aargauer den Konkurs des Senders im «SonntagsBlick». Für schräge Experimente habe es bei den Sendern der SRG naturgemäss wenig Platz. Zudem biete gerade ein Programm wie das von Joiz Chancen für junge Moderatoren.

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