Alles passt: Weshalb ist Fribourg eigentlich derart stark?
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Alles passtWeshalb ist Fribourg eigentlich derart stark?

Wenn nicht jetzt, wann dann? Fribourg hat die perfekte Mischung für den ersten Meistertitel.

von
Marcel Allemann
Fribourg-Gottéron Meister? Wenn nicht jetzt, wann dann?

Fribourg-Gottéron Meister? Wenn nicht jetzt, wann dann?

Das fängt beim Goalie an. Benjamin Conz fiel im Viertelfinal gegen einen überragenden Reto Berra nicht ab und war im Halbfinal besser als Meistergoalie Lukas Flüeler. Als Gottéron in den 90er Jahren drei Mal in Folge im Final scheiterte, lag das nicht zuletzt an Dino Stecher im Tor – mit Conz sind die Voraussetzungen viel besser.

Fribourg verfügt auch über die beste Schweizer Linie der Gegenwart (Bykow, Sprunger, Plüss) und viel Kreativität, aber es gibt auch wichtige Zweiwegstürmer wie Greg Mauldin, unermüdliche Handwerker wie Jan Cadieux oder und junge Wilde wie Adam Hasani (Fribourgs Antwort auf Dino Wieser).

Fribourgs Schwachpunkt: Die Verteidigung

Der einzige Schwachpunkt: Fribourg hat nicht eine so talentierte Verteidigung wie etwa Bern, der ZSC oder Kloten. Gegen einen mobilen, schnell kombinierenden Gegner geraten alle ausser vielleicht Romain Loeffel in Stress. Doch das fällt wegen dem System von Trainer Hans Kossmann, in dem eine rasche Angriffsauslösung einer der Schwerpunkte ist, nicht so gross ins Gewicht.

Überhaupt ist Kossmann einer der Hauptgründe des Freiburger Höhenflugs. Der Kanada-Schweizer versteht es perfekt, Zuckerbrot und Peitsche zu variieren, und lässt sich von den Stars nicht auf der Nase herum tanzen. Unter Kossmann kann man die Freiburger auch nicht mehr gross einschüchtern. Ein Beispiel: Fast jedes Mal wenn die ZSC Lions im Halbfinal Julien Sprunger mit Härte attackierten, wusste sich dieser mit Händen und Füssen zu wehren.

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