Aktualisiert

Westerwelle sehnt sich nach der «alten» Merkel

FDP-Chef Guido Westerwelle sehnt sich nach der «alten» Angela Merkel. «Ich wünsche mir mehr von der Angela Merkel zurück, wie ich sie in der Opposition kennen und schätzen gelernt habe».

Dies sagte der Partei- und Fraktionsvorsitzende der Liberalen den «Lübecker Nachrichten» (Dienstagausgabe). Vor allem warf er der Bundeskanzlerin vor, in der grossen Koalition mit der SPD zu wenig Reformwillen zu entwickeln.

«Offensichtlich betrachten heute weite Teile der Union den Leipziger Reform-Parteitag als einen Flüchtigkeitsfehler ihrer Parteigeschichte», wird Westerwelle zitiert. «Die Sozialdemokraten, die bei der Mehrwertsteuer ihre eigenen Wähler betrogen haben, waren bei der Gehirnwäsche der Union sehr erfolgreich», sagte er. Vielleicht liege es ja daran, dass Merkel im Kanzleramt von roten und schwarzen Sozialdemokraten eingemauert sei. Als künftigen Bündnispartner setzt Westerwelle auf «den Bürger». Denn wie sich Union und SPD entwickeln werden, wage er nicht mehr vorherzusagen. (dapd)

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