Aktualisiert 21.03.2005 23:52

Westjordanland: Israel baut 3500 Siedlerwohnungen

Israel plant den Bau von 3500 neuen Siedlerwohnungen im Westjordanland und empört damit die Palästinenser.

Wie das israelische Massenblatt «Yediot Ahronot» gestern berichtete, sollen die Neubauten die jüdische Siedlung Maalei Adumim mit Jerusalem verbinden. Die israelische Regierung will dabei auf Gebieten bauen lassen, die die Palästinenser für ihren Staat beanspruchen.

Der Plan werde mit Blick auf künftige Staatsgrenzen Israels vorangetrieben, berichtete die Zeitung. Ministerpräsident Ariel Scharon habe die Bedeutung des Vorhabens betont. Noch im August 2004 hatte Scharon nach US-Kritik die Pläne für den Bau der neuen Häuser bestritten.

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat kritisierte den Plan für Neubauten scharf und sagte: «Das wird den Friedensprozess zerstören.»

Die israelische Organisation Schalom Achschav (Frieden Jetzt) rief die Regierung dazu auf, das Vorhaben sofort abzubrechen. «Dieser Bau kann Bestrebungen für ein endgültiges Abkommen unter der Prämisse zwei Staaten für zwei Völker nur torpedieren», warnte die Friedensorganisation.

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