Aktualisiert 27.12.2016 14:25

FrühlingshaftWetter beschert der Rega ruhige Festtage

Über das Weihnachtswochenende flog die Rega knapp 100 Einsätze – im Jahresvergleich ist das wenig. Grund sind die nicht eben winterlichen Wetterbedingungen.

von
mch
Lediglich jeder fünfte Einsatz betraf verunfallte Wintersportler: Ein Sanitäter neben einem Rega-Helikopter auf einem Spital in Lugano. (Archiv)

Lediglich jeder fünfte Einsatz betraf verunfallte Wintersportler: Ein Sanitäter neben einem Rega-Helikopter auf einem Spital in Lugano. (Archiv)

Keystone/Gabriele Putzu

Die Rega blickt auf «sehr ruhige» Weihnachtstage zurück, wie die Organisation in einer Medienmitteilung schreibt. Die Crews der Schweizerischen Rettungsflugwacht mussten von Heiligabend bis zum Stephanstag knapp 100 Mal ausrücken. Erwartungsgemäss war der Stephanstag mit mehr als 40 Einsätzen der intensivste Tag. Die meisten Helikoptereinsätze verzeichneten die Einsatzbasen in Graubünden, der Ostschweiz und im Mittelland.

Auch das Einsatzspektrum passe zu den nicht eben winterlichen Wetterbedingungen, schreibt die Rega weiter. Die Rettungskräfte wurden vor allem wegen krankheitsbedingter Notfälle gerufen, zum Beispiel für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder für Verlegungsflüge von Spital zu Spital.

Tragischer Todesfall

Lediglich jeder fünfte Einsatz betraf verunfallte Wintersportler. Unter anderem mussten die Rega-Mitarbeiter im Skigebiet Rothorn in Lenzerheide GR ausrücken, weil sich ein 15-jähriger Skifahrer am Montagmittag bei einem Sturz schwere Verletzungen zugezogen hatte. Der Jugendliche wurde per Helikopter ins Spital geflogen, wo er kurz darauf verstarb.

Glück im Unglück hatten drei Kletterer, die in der Nähe des Julierpasses unterwegs waren. Als sich ein kleines Schneebrett löste, wurde einer von ihnen rund dreissig Meter über felsiges Gelände mitgerissen. Er erlitt dabei nur leichte Verletzungen und konnte von der Rega ins Spital geflogen werden. Seine zwei Kollegen mussten mit der Rettungswinde evakuiert werden.

In ganz Europa unterwegs

Die Ambulanzjets der Rega waren während der Weihnachtstage in ganz Europa unterwegs. Unter anderem aus der mazedonischen Hauptstadt Skopje, aus Nürnberg, den spanischen Städten Valencia und Murcia sowie aus Brüssel wurden Patienten und Patientinnen zurück in die Heimat geflogen. (mch/sda)

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