«Wetter-Ohrfeige» - Tief Ulli bringt 50 Zentimeter Neuschnee und Minustemperaturen
Aktualisiert

«Wetter-Ohrfeige»Tief Ulli bringt 50 Zentimeter Neuschnee und Minustemperaturen

Die frühsommerlichen Tagen sind vorerst vorbei. Die Woche startet mit einem Comeback des Winters. Das Quecksilber fällt unter null Grad und es könnte Schnee bis ins Flachland geben.

von
Reto Heimann
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Den Liegestuhl zum Sünnelen zu früh ausgepackt? Ab Dienstag wirds nochmals Winter.

Den Liegestuhl zum Sünnelen zu früh ausgepackt? Ab Dienstag wirds nochmals Winter.

20min/Michael Scherrer
Mit den frühsommerlichen Temperaturen ist es für eine Weile vorbei.

Mit den frühsommerlichen Temperaturen ist es für eine Weile vorbei.

20min/Simon Glauser
Stattdessen gibt es Minustemperaturen und Schneefall bis ins Flachland.

Stattdessen gibt es Minustemperaturen und Schneefall bis ins Flachland.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • In den letzten Tagen wurden an mehreren Wetterstationen in der Schweiz Sommertemperaturen gemessen.

  • Damit ist es vorerst vorbei: Statt Sonne gibt es wieder Kälte und Schnee.

  • «Es kommt eine Wetter-Ohrfeige auf uns zu», sagt Stefan Scherrer von Meteonews.

Fertig Sünnelen und Glacé-Schlecken, stattdessen wieder Wintermantel und Handschuhe aus dem Schrank nehmen. Spätestens ab nächsten Dienstag wird der Winter die Schweiz wieder fest im Griff haben. «Eine Kaltfront sorgt für eine ziemliche Wetter-Ohrfeige», sagt Stefan Scherrer von Meteonews auf Anfrage.

Der Ostermontag startete kalt, im Flachland gab es örtlich Frost. Laut MeteoNews weht tagsüber ein starker Westwind, die Temperaturen sollen 13 bis 15 Grad erreichen. Am Abend werde es zudem nass.

Für die Kaltfront am Abend ist das Tief Ulli verantwortlich. Von Montag- bis Mittwochabend seien entlang des Alpennordhangs 30 bis über 50 cm Neuschnee möglich, schreibt MeteoNews auf Twitter. Auch im Flachland, wo das Thermometer am Dienstag im Flachland vier bis fünf Grad anzeigen soll, könnte es schneien.

SRF Meteo sagt auf Twitter ebenfalls Schleierwolken und windiges Wetter voraus:

Bei Meteonews erwartet man Temperaturen von bis zu minus drei Grad – gerade für Obstbäume, die in den letzten Tagen zu blühen begonnen haben, könnte das zum Problem werden.

Wer darauf hofft, dass die «Wetter-Ohrfeige» nach einem Tag wieder abzieht, wird enttäuscht. Das kalte Wetter wird uns ein Grossteil der nächsten Woche um die Ohren gehauen. Erst gegen Ende der Woche ist wieder mit Temperaturen im zweistelligen Bereich zu rechnen. «Das ist allerdings erst ein Trend und daher noch sehr unsicher», sagt Scherrer.

Ungewöhnliche Wetter-Kapriolen

Die Wetterexperten bei Meteonews beobachten seit Februar ein stetiges Auf und Ab der Temperaturen. Weshalb kommt es zu diesen Schwankungen? «Das ist nichts Ungewöhnliches, es ist ein Kampf der Luftmassen. Dies hängt stark von Strömungsmuster ab, je nachdem, ob sich die Schweiz nördlich oder südlich des Jetstreams befindet, stellt sich kaltes oder warmes Wetter ein.»

Bemerkenswert sei eher, wie stark die Wetterschwankungen ausfallen, erklärt Scherrer: «In den letzten Wochen haben sich die Warmphasen eher im oberen erwartbaren Bereich abgespielt und die Kaltphasen im unteren.» Dementsprechend stark nehmen die Menschen die Wetter-Kapriolen wahr.

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