Sri Lanka: Wetterdienst wegen Zyklon-Namen in Kritik
Aktualisiert

Sri LankaWetterdienst wegen Zyklon-Namen in Kritik

Der Sri-Lankische Wetterdiesnt hat einen Zyklon nach einem antike König benannt. Für diese «ungeschickte» Namenswahl musste er sich nun entschuldigen.

Eine Majestätsbeleidigung der besonderen Art hat den Chef des Wetterdiensts in Sri Lanka mächtig in Schwierigkeiten gebracht. Seine Behörde hatte einen Zyklon, bei dem 18 Menschen ums Leben gekommen waren, ausgerechnet nach König Mahasen benannt, der mit einem Bewässerungssystem in die Geschichte des Landes einging. Das ist zwar schon mehr als 1000 Jahre her. Der Empörung tat dies jedoch keinen Abbruch. Chef-Meteorologe S.H. Kariyawasam musste sich am Dienstag entschuldigen.

Der Zyklon «Mahasen» hatte Mitte Mai mehr als eine Million Menschen aus den Küstenregionen von Sri Lanka, Bangladesch und Burma zeitweise in die Flucht getrieben. König Mahasen hatte im vierten Jahrhundert in Sri Lanka geherrscht und damals 16 grosse Wasserreservoirs und zwei Bewässerungskanäle bauen lassen, die bis heute im Norden des Landes genutzt werden. Nach seinem Tod wurde er als Gott verehrt.

Wetterdienst-Chef entschuldigt sich

Kariyawasam sah sich genötigt, Abbitte dafür zu leisten, «wenn irgendeine Beleidigung König Mahasen oder die stolze Geschichte des Landes getroffen» haben sollte. Der Wetterdienst hatte den umstrittenen Namen für den Zyklon bereits am 13. Mai zurückgezogen. Der «Nationale Rat für den Schutz des Kulturerbes der Historischen Bewässerung», die gegen die Namenswahl protestiert hatte, nahm die Entschuldigung an. (sda)

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