Wetterglück für Fasnacht: 80 000 Menschen feierten
Aktualisiert

Wetterglück für Fasnacht: 80 000 Menschen feierten

Zehntausende Zuschauer säumten am Samstag die Gassen: Bei strahlendem Wetter zogen insgesamt 59 Guggen durch die Berner Innenstadt.

Die Berner Fasnacht hat sich dieses Jahr als besonders starker Publikumsmagnet erwiesen: «Wir schätzen, dass rund 80 000 Personen am Umzug waren», sagt Fasnachtspräsidentin Noëlle de Preux. Das Wetter habe optimal mitgespielt.

Punkt 14.30 Uhr liefen die 59 Guggen los. Sie trugen fantasievolle Namen wie Panischi Nüssli, Chrottegurgler, Füdlichnübler oder Eglichutzler. Auf die Schippe genommen wurde unter anderem der Baldachin über dem Bahnhofplatz, der Bärenpark oder der Mitholztunnel. Sein Ende fand der traditionelle Umzug wie immer auf dem Bundesplatz mit dem gigantischen Monsterkonzert. Das lautstarke Treiben der Guggen setzte sich danach bis tief in die Nacht in den Lauben und Gassen der Bundesstadt fort.

Trotz Sportferien war auch die Kinderfasnacht ein voller Erfolg. Gegen 6000 Kinder – viele als Burgfräulein oder Ritter verkleidet – zogen am Freitag unter dem Motto «Karl der Kühne zu Gast bei Freunden» durch die Altstadt. Auch in Biel, Langenthal und weiteren Berner Gemeinden gingen am Wochenende die Narren um.

Alessandro Meocci

Polizei arbeitete gut mit Broncos zusammen

Nach den üblen Vorkommnissen vom letzten Jahr, ist die diesjährige Fasnacht vergleichsweise ruhig verlaufen. «Wir verzeichneten keine gravierenden Vorfälle», sagt Ursula Stauffer von Police Bern. Die Polizei sei deutlicher präsent und in ständigem Kontakt mit dem Fasnachts-Sicherheitsdienst gewesen. «Wir haben zum ersten Mal die Broncos engagiert», sagt Fasnachtspräsidentin Noëlle de Preux. Nach ersten Einschätzungen hätten sich die Sicherheitsvorkehrungen bewährt. Einzig beim Zytglogge kam es neben einigen Handgemengen zu einem nennenswerten Vorfall. In der Nacht auf Sonntag prügelte eine fünfköpfige Gruppe zwei Männer spitalreif. Einer aus der Gruppe war mit einem Schlagring bewaffnet. Die Broncos griffen ein und übergaben den Täter der Polizei.

meo

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