Aktualisiert 04.08.2004 13:19

Wettermässig durchschnittlicher Juli

Das Wetter im vergangenen Juli hat witterungsmässig etwa dem langjährigen Durchschnitt entsprochen.

Die Regenmengen waren in der West- und Südschweiz wegen starken Gewittern allerdings sehr unterschiedlich, wie dem Witterungsbericht der MeteoSchweiz zu entnehmen ist.

Der Juli begann wechselhaft und mässig warm. Ein kräftiges Tief über dem Ärmelkanal löste vom 7. bis 9. Juli am Alpensüdhang teils sehr starke Gewitterregen aus. Innert 48 Stunden fiel dort etwa so viel Niederschlag wie normalerweise im ganzen Juli. In der übrigen Zeit war der Juli 2004 in der Südschweiz sehr regenarm. Im Mittelland und Jura löste das Tief über dem Ärmelkanal am 8. Juli ausgedehnte und massive Hagelgewitter aus, die insgesamt Schäden von etwa 150 Millionen Franken verursachten. Daraufhin folgte auf der Alpennordseite bis am 13. Juli kühles und trübes Regenwetter mit Schneefällen bis auf unter 2.000 Meter, wie dem Bericht der Meteorologen weiter zu entnehmen ist. Die dritte Juliwoche war dann geprägt durch schwül-warme Witterung mit recht viel Sonne aber auch lokal heftig ausfallenden Gewittern. Ab 27. Juli war das Wetter sehr sonnig und zum Monatsende hin hochsommerlich warm.

Die Temperaturen lagen im Allgemeinen nur wenige Zehntelgrade über dem langjährigen Julimittel. Nur lokal gab es im Zentralwallis, in den zentralen Alpen, im Rheintal, im Oberengadin und im Mittel- und Südtessin einen Wärmeüberschuss von etwa einem Grad.

Die Niederschläge waren im östlichen Mittelland leicht, im Blenio- und Calancatal so wie in Südbünden und im Oberengadin deutlich überdurchschnittlich. Deutlich zu trocken war der Juli im Jura westlich von Biel und in den zentralen Alpen sowie im Gebiet von Bad Ragaz. Sehr grosse Unterschiede gab es im westlichen Mittelland, am Genfersee und auf der Alpensüdseite, wo Messstationen mit mehr als der eineinhalbfachen Regensumme nahe neben deutlich zu trockenen Orten liegen. Die Besonnung war im Mittelland wie auch im Mittel- und Südtessin normal. Minimale Defizite gab es in den meisten Alpengebieten. Etwas grössere Sonnenscheindefizite resultierten mit 75-85 Prozent der Norm nur in den Zentralalpen und vielerorts in Graubünden. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.