Aktualisiert 19.10.2006 17:30

Wettersatellit ins All geschossen

Pünktlich um 18.28 Uhr ist der neue europäische Wettersatellit MetOp A vom russischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet - endlich. Der Start sollte ursprünglich schon im Juli erfolgen, war aber sechs Mal verschoben worden.

Im siebten Anlauf hats geklappt: Der neue europäische Wettersatellit MetOp-A ist am Donnerstag um 18.28 Uhr (MESZ) an Bord einer Sojus-Trägerrakete ins All geschossen worden.

Nach seinem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan wird das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt den Satelliten in den kommenden drei Tagen auf eine gut 800 Kilometer hohe Umlaufbahn schwenken.

Der Start des Wettersatelliten hatte drei Monate lang auf sich warten lassen. Der vier Tonnen schwere MetOp-A hat 13 Instrumente an Bord, die Wetterdaten von bislang unerreichter Genauigkeit liefern können.

Er soll höchst verlässliche Daten über Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Windrichtung liefern. Das Grossprojekt MetOp soll ein neues Zeitalter der Wetterforschung einläuten.

Denn Metop (Meteorological Operational polar satellite) fliegt 43 Mal näher an der Erde als die geostationären Flugmodelle und umrundet den Planeten in 100 Minuten, während seine Vorgänger etwa vom Typ Meteosat für die Erdumrundung 24 Stunden benötigen.

Das Gemeinschaftsprojekt der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Europäischen Organisation für die Nutzung von meteorologischen Satelliten, Eumetsat, ist auf 14 Jahre angelegt. Es kostet 2,4 Mrd Euro und umfasst insgesamt drei Satelliten. MetOp B und C sollen im Abstand von jeweils fünf Jahren folgen.

An Entwicklung und Bau der Satelliten waren zwei Schweizer Firmen beteiligt. Gemäss früheren Angaben des Staatssekretariats für Bildung und Forschung (SBF) handelt es sich um die Contraves Space AG (CSAG) in Zürich und die Syderal SA in Gals BE. (sda)

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