Aktualisiert 27.11.2009 08:38

Wettskandal

Wettmafia wollte Spieler vergiften

Die Methoden, mit denen die Wettmafia Wunschresultate erzwingen will, scheinen keine Grenzen zu haben. In Slowenien sollte ein Teamarzt mit Giftpräparaten ausgerüstet werden, um sich damit um einige Spieler zu «kümmern».

von
tog

«Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll versucht worden sein, den Mannschaftsarzt eines slowenischen Teams mit Präparaten auszustatten, damit er dann die eigenen Spieler betäubt. Anti-Doping sozusagen.» So äussert sich Anwalt Burkhard Benecken gegenüber der Deutschen Presseagentur dpa - er hatte Einsicht in die Ermittlungsakten zum europaweiten Wettskandal. Auch Chefköche von Luxushotels sollen angegangen worden sein.

«Methoden der Russen-Mafia»

«Die Verdächtigen sollen sehr konspirativ gearbeitet haben. Ungewöhnlich gewalttätig. Das erinnert sehr stark an Methoden der Russen-Mafia», so Burkhard weiter. Der Anwalt verteidigt acht angeschuldigte Personen, welche in den Skandal verwickelt sein sollen.

Bis anhin wurde davon ausgegangen, dass Top-Teams und Top-Spiele weniger anfällig für Manipulationsversuche seien, weil die Spieler mit ihren hohen Gehältern als weniger bestechlich galten. Die skrupellosen Methoden der Wettmafia allerdings beweisen, dass dafür keine Garantie geboten werden kann. Denn vor Gift sind auch Ronaldo und Co. nicht sicher.

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