25.02.2020 11:08

Im Netz auffindbarWhatsapp-Chats sind nicht so sicher, wie du denkst

Via Suchmaschine kann man Hunderttausenden Whatsapp-Chats beitreten und diese mitlesen. Das sei problematisch, warnen Experten.

von
tob
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6. April 2020:  Nutzer sollen Whatsapp künftig auf mehreren Geräten gleichzeitig verwenden können. Dies etwa auf einem Handy und einem Tablet, erklärt Wabetainfo.com. Die sogenannte Multi-Device-Funktion befinde sich zurzeit noch in der Testphase.

6. April 2020: Nutzer sollen Whatsapp künftig auf mehreren Geräten gleichzeitig verwenden können. Dies etwa auf einem Handy und einem Tablet, erklärt Wabetainfo.com. Die sogenannte Multi-Device-Funktion befinde sich zurzeit noch in der Testphase.

iStock
Februar 2020: Hunderttausende Einladungslinks zu teilweise privaten Gruppen-Chats von Whatsapp waren bei Google und anderen Suchmaschinen auffindbar. Entdeckt hat dies ein deutscher Journalist. Nach dem Bekanntwerden hat man darauf reagiert. Die Links werden nun nicht mehr via Google angezeigt.

Februar 2020: Hunderttausende Einladungslinks zu teilweise privaten Gruppen-Chats von Whatsapp waren bei Google und anderen Suchmaschinen auffindbar. Entdeckt hat dies ein deutscher Journalist. Nach dem Bekanntwerden hat man darauf reagiert. Die Links werden nun nicht mehr via Google angezeigt.

Reuters/Dado Ruvic
4. August 2019: Whatsapp und Instagram erhalten neue Namen. Künftig werden sie offiziell Whatsapp from Facebook und Instagram from Facebook heissen.

4. August 2019: Whatsapp und Instagram erhalten neue Namen. Künftig werden sie offiziell Whatsapp from Facebook und Instagram from Facebook heissen.

20M

Wer einen Einladungslink zu einer Whatsapp-Gruppe kennt, kann dieser beitreten, mitlesen und sehen, wer noch dabei ist. Das ist praktisch, wenn man etwa Verwandte zum Familien-Chat oder Freunde für die Planung der anstehenden Ferien einladen will.

Dass bei diesen privaten Chats Fremde mitlesen könnten, ist ein Problem. So ist einem Twitter-Nutzer aufgefallen, dass die Links für die Gruppeneinladungen von Googles Suchmaschine erfasst werden.

Halbe Million Resultate

«Deine Whatsapp-Gruppen sind vielleicht nicht so sicher, wie du denkst», schreibt Jordan Wildon, Journalist beim Radiosender Deutschen Welle auf Twitter. Mit einer bestimmten Suchanfrage lassen sich nämlich rund eine halbe Million Resultate finden.

So gibt es zahlreiche Links zu Gruppen, über die pornografische Inhalte geteilt werden. Auch findet sich eine Reihe von Gruppen mit heiklem Inhalt. Vice.com fand bei ihrer Recherche eine private Gruppe einer Nichtregierungsorganisation. Die Telefonnummern der 48 Mitglieder konnten dabei eingesehen werden.

So landen die Links bei Google

Wie aber landen diese Links auf Internetsuchmaschinen? Darauf gibt es eine einfach Antwort. «Suchmaschinen listen Seiten aus dem offenen Web auf. Genau das passiert hier. Es ist nicht anders als in jedem anderen Fall, in dem eine Website das öffentliche Auflisten von URLs erlaubt», erklärt Danny Sullivan von Google via Twitter. Die Links wurden also öffentlich geteilt.

Auch Whatsapp hat sich zum Fall geäussert: «Gruppen-Admins können jeden Whatsapp-Nutzer einladen, der Gruppe beizutreten, indem sie einen von ihnen generierten Link freigeben. Wie alle Inhalte, die in durchsuchbaren, öffentlichen Kanälen freigegeben werden, können auch die im Internet veröffentlichten Links von anderen gefunden werden», erklärt ein Whatsapp-Sprecher bei Vice.com. Die Einladungslinks für privat gedachte Gruppen solle man darum niemals öffentlich teilen.

Unsichtbar gemacht

Dass die Links von Suchmaschinen erfasst werden, ist offenbar schon länger der Fall. Ein Programmierer legte den Verantwortlichen schon im Jahr 2016 die Problematik dar. Jetzt kommt allerdings Bewegung in die Sache. Google liefert zurzeit keine entsprechenden Ergebnisse mehr zurück.

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